Rückenwind für Leichte Sprache von Renate Künast

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Renate Künast in Kassel
Renate Künast in Kassel
Bild: omp

Kassel (kobinet) Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Renate Künast, gab heute der Forderung nach Leichter Sprache in Parteiprogrammen und im Wahlkampf bei ihrem Besuch in Kassel Rückenwind. In einem Kommentar zum Wahlprogramm der Grünen in Leichter Sprache hatte sich ein Redakteur der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen über das Wahlprogramm der Grünen in Leichter Sprache lustig gemacht. Dem trat Renate Künast entschieden entgegen.

Bei der Aktion der Kasseler Grünen auf dem Wehlheider Wochenmarkt in Kassel unter dem Motto "Auf einen Kaffee mit Renate Künast" betonte diese, dass die Forderung nach einer Leichten Sprache in Wahlprogrammen und der Politik wichtig und richtig sei. Wenn eine Partei wie die Grünen dies beherzigten und ihr Wahlprogramm in Leichter Sprache veröffentlichten, sei es unverständlich, wenn dies nun von der Presse kritisiert werde.

Auf den Kommentar zum Wahlprogramm der Grünen von Reinhard Berger vom 19. August in der HNA hatte es Leserbriefe gehagelt, so dass in der heutigen Ausgabe der in Kassel erscheinenden HNA vier Spalten Leserbriefe zur Verteidigung der Leichten Sprache abgedruckt wurden. Gestern hatte die HNA bereits breit über den Besuch der Wahllokal-Tester in Kassel und die Notwendigkeit Leichter Sprache berichtet, so dass anzunehmen ist, dass es sich bei dem Kommentar um eine Einzelmeinung in der Redaktion handelt.

Stefan Göthling von Mensch zuerst, dem Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten, hat ebenfalls einen Leserbrief geschrieben. Dieser wurde bisher aber noch nicht veröffentlicht. Für ihn ist es das eine, wenn sich jemand kritisch mit den Programmen der einzelnen Parteien auseinander setzt. Es sei aber etwas anderes, wenn sich anhand des Wahlprogrammes in Leichter Sprache auf Kosten von Menschen, die diese brauchen, lustig gemacht wird.