UN prüfte Österreichs Behindertenrechte

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

UNO-Flagge mit Gesetzestext
UNO-Flagge mit Gesetzestext
Bild: BIZEPS

Genf (kobinet) Die Staatenprüfung Österreichs zur UN-Behindertenrechtskonvention wurde heute in Genf beendet. Der dafür zuständige Ausschuss am Genfer UNO-Sitz fordert laut BIZEPS-INFO einen radikalen Paradigmenwechsel. "Die Liste der Empfehlungen für die verpflichtend umzusetzenden Änderungen wird lang sein", berichtete Martin Ladstätter nach den zweitägigen Beratungen.

Für ihn war auffallend das große Interesse an der österreichischen Situation, das in zahlreichen differenzierten Fragen zum Ausdruck gekommen sei. Mitglieder des UN-Ausschusses äußerten generell großes Unverständnis, dass in Österreich noch immer mehr Gelder in die Aufrechterhaltung institutioneller Systeme fließen als in gemeindenahe Lebensstrukturen.

Hinsichtlich des Bildungssystems wurde darauf hingewiesen, dass sich - so übrigens auch durch zahlreiche europäische Studien belegt - kein Land ein zweigleisiges Bildungssystem leisten kann, wie es in Österreich durch die Aufrechterhaltung des Sonderschulsystems neben dem Regelschulwesen passiert.

Hier sind die Fotos aus Genf, die Martin Ladstätter ins Netz gestellt hat

Lesermeinungen zu “UN prüfte Österreichs Behindertenrechte” (1)

Von Uwe Heineker

... eigentlich müssten Deutschlands Regierungsverantwortliche nun wachgerüttelt sein, denn es ist ein guter Vorbote für den Fall, wenn Deutschland mit der Staatenprüfung - wann auch immer - an der Reihe ist ...