Zukunft von Meyra Ortopedia gesichert
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Meyra
Herford/Vlotho (kobinet) Die Meyra Ortopedia Gruppe wird von der polnischen Medort-Gruppe aus Lodz (Polen) übernommen. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde am vergangenen Wochenende unterzeichnet. Zuvor hatte der Gläubigerausschuss dem Verkauf einstimmig zugestimmt.
Der Insolvenzverwalter Hans-Peter Burghardt sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: "Die Zukunft des Unternehmens ist gesichert. Das ist eine gute Nachricht für das Unternehmen, für den Standort und für die Kunden – gerade auch im Vorfeld der wichtigen Branchenmesse Rehacare in dieser Woche in Düsseldorf. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Medort-Gruppe einen passenden Partner für Meyra finden konnten."
Die Medort-Gruppe produziert und vertreibt Rehabilitations- und Orthopädie-Produkte, unterhält rund 70 Outlets und beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiter in Polen. Meyra Ortopedia wird sich künftig auf den westeuropäischen Markt konzentrieren. Perspektivisch sollen auch Wachstumschancen in Übersee geprüft werden. Der neue Eigentümer von Meyra Ortopedia hat in den Verhandlungen seine Absicht bekräftigt, die Standorte Kalletal (Hauptsitz) und Kiel (Ortopedia Meyra Service GmbH & Co. KG) zu erhalten.
Hintergrund
Für die Unternehmen der Meyra Ortopedia Gruppe wurde am 25. März 2013 Insolvenzantrag gestellt. Das Familienunternehmen beschäftigte damals 413 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete zuletzt rund 70 Millionen Euro Umsatz (2012). Das Amtsgericht Detmold bestellte Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Hans-Peter Burghardt aus Herford zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die Meyra Ortopedia Gruppe ist einer der führenden Hersteller von Rollstühlen und Rehabilitationsmitteln. Das Unternehmen wurde 1936 in Vlotho von Wilhelm Meyer als Werkstatt für Krankenfahrzeuge gegründet, Hauptsitz ist in Kalletal.
