Jahrestagung von Psychiatrieerfahrenen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: BPE

Kassel (kobinet) Heute geht in Kassel die Jahrestagung des Bundesverbandes Psychiatrie Erfahrene (Bpe) zu Ende, die vom 11. - 13. Oktober stattfindet. 150 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet diskutieren dabei und tauschen sich über das aktuelle Thema "Psychiatrie und Menschenrechte – Die Selbstbestimmung kommt" aus.

Es wurden unter anderem neun Arbeitsgruppen angeboten, so zum Beispiel eine AG von Peter Lehmann, dem bekannten Autor und Verleger aus Berlin, die AG "Psychopharmaka absetzen in Selbstbestimmung" sowie eine Arbeitsgruppe zur Bewertung der aktuellen Gesetzeslage im Bereich Freiheits- und Schutzrechte auf die Vereinbarkeit mit der UN-Behindertenrechtskonvention.

Lesermeinungen zu “Jahrestagung von Psychiatrieerfahrenen” (1)

Von behindertenrecht

Wenn man bedenkt, wie viele behinderte Menschen es gibt, deren Behinderung mit Autoaggressionstendenzen und Aggressionstendenzen verbunden ist und dann eine Klinikeinweisung erfolgt, auf der steht " Gefahr der Selbstverletzung und Fremdverletzung" ,dann müssen diese Menschen bei der derzeitigen Gesetzeslage und Denkschrift zur UN-BRK damit rechnen, immer wieder aufgrund ihrer Behinderung eingewiesen zu werden, oder direkt aus der Klinik in ein Heim verlegt zu werden, sodaß einige Behinderungsgruppen von vornherein bei der Umsetzung der UN-BRK ausgeschlossen werden und Heilbehandlung dulden müssen, obwohl es keine Heilung gibt, sondern im Höchstfall Besserung .
Das ist mit dem Sinn und Zweck der UN-BRK nicht verenbar !
Wenn für diese Menschen die Gewissheit bestehen würden, daß sie bei der Entlassung wieder in ihr Zuhause zurück dürfen, sehe die Lage bereits ein kleines Bisschen "rosiger" aus und der Ausschluss wäre überschaubar . .