Brandenburg erstmals mit Inklusionspreis

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Logo des Brandenburger Inklusionspreises
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Bild: MASF Brandenburg

Potsdam (kobinet) Das ostdeutsche Bundesland Brandenburg hat erstmals einen Inklusionspreis ausgeschrieben. Bis zu 5 beispielhafte Aktivitäten werden in diesem Jahr mit jeweils mindestens 2.000 Euro ausgezeichnet. Die Prämien sind für die weitere Entwicklung inklusiver Ansätze der Preisträger gedacht. Bewerben können sich freie und öffentliche Träger, Unternehmen, Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen und ähnliche Institutionen. Vorschläge sind bis 15. April 2014 beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie einzureichen.

"Das Leben ist vielfältig und Inklusion kann sich an sehr unterschiedlichen Stellen zeigen und entwickeln. Deshalb soll der Preis in jährlich wechselnden Kategorien verliehen werden", ist dazu auf der Webseite des Ministeriums zu lesen: Mit der ersten Verleihung im Jahr 2014 sollen Angebote aus den Bereichen Freizeit, Sport, Kultur, Tourismus oder Weiterbildung belohnt und gleichzeitig bekannt gemacht werden, die dem Konzept „Design für Alle" in beispielhafter Weise entsprechen. Das bedeutet, dass die Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich, nutzbar und verständlich sind. „Design für Alle" richtet sich also nicht nur an Menschen mit Behinderung, sondern an viele Nutzerinnen und Nutzer. Damit ist es nicht zuletzt ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Dienstleistern. Die Hervorhebung gerade dieser Bereiche soll auch zeigen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen die selben Interessen bei der Gestaltung ihrer Freizeit haben wie jeder andere auch – und ein Recht darauf, diese mit allen gemeinsam zu erleben.

Lesermeinungen zu “Brandenburg erstmals mit Inklusionspreis” (1)

Von Uwe Heineker

Wie wäre es denn einmal, wenn jenem Personenkreis der angesprochene Preis zugesprochen wird, die in bisherigen Diskussionen um die Inklusion "vergessen" werden oder erst gar nicht erwähnt werden: schwerstmehrfach behinderte Menschen, die sich nicht sprachlich äußern können oder nicht in der Lage sind, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen ... ?! Nur durch das Einbeziehen auch dieser Personen kann von einer wirklichen Inklusion gesprochen werden, alles andere wären Mogelpackungen ...