Würzburg nun mit Aktionsplan zur Inklusion

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Michael Gerr
Michael Gerr
Bild: ISL

Würzburg (kobinet) Einstimmig hat der Würzburger Stadtrat den Entwurf des Aktionsplans Inklusion beschlossen. Darüber berichtet das Stadtratsmitglied der Grünen, Michael Gerr, auf seiner Internetseite und weist darauf hin, dass Würzburg damit nun zu den Großstädten gehört, die einen eigenen kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen erstellt haben.

"Bereits die Erstellung des Aktionsplans war aktive Bewusstseinsbildung für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Wenn es an die Umsetzung der vielen Maßnahmeempfehlungen geht, kann Würzburg wichtige Schritte tun, um selbstbestimmtes Leben für alle Menschen in der Stadt zu ermöglichen und zu erleichtern", schreibt Michael Gerr, der auf seiner Internetseite einen Link zur Beschlussempfehlung für den Aktionsplan gesetzt hat. "Das ist ein schönes Osterei, das uns der Stadtrat hier in Würzburg gelegt hat", schrieb Michael Gerr den kobinet-nachrichten.

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Lesermeinungen zu “Würzburg nun mit Aktionsplan zur Inklusion” (2)

Von Klaus G.Mattlat

Ich selbst habe jahrelang in Pleinfeld gelebt und weis aus eigener Erfahrung wie hilflos man ist wenn man im Rollstuhl sitzt und mit den Zug nach Nürnberg oder mit den Seeexpress nach Langlau oder Gunzehausen fahren möchte. Man kommt erst garnicht zum Zug,Doppeldecker mit pneumatischer Rampe im Triebwagen mit Zugbegleitern ist selten in Georgensgmünd kommt man nach Nürnberg über eine von der Gemeinde angebrachte Zugangsschräge zum Gleis aber mir wurde gesagt "Bitte Fahreten nach Nürnberg bitte 2 Wochen vorab anmelden"das ist diskriminirend und nicht Barrierefrei. Die Bahn wirbt ja mit "Barrierefreies Reisen mit der bahn ins fränkische Seeenland" wo und wie bitte kommt man von Pleinfeld und Ginzenhausen ins Seenland mit den Zug? Ich unterstütze diese Petition von bernhardt Endres und hoffe Herr Seehofer hält Wort.

Von Annette

Herzlichen Glückwunsch, Würzburg! In der Umsetzungsphase zeigt sich dann, ob es bei Lippenbekenntnissen (nicht nur des Stadtrats) bleibt oder ob sich tatsächlich an der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung nennenswert etwas verändert. Wir in Bonn haben nach anfänglich stockenden Bemühungen mittlerweile einen guten Einstieg in die Umsetzung gefunden, wenn es auch meiner Ansicht nach noch viel zu langsam voran geht. Auf jeden Fall steht und fällt alles damit, ob sich die Beteiligten außerhalb von Politik und Verwaltung entsprechend einbringen und sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. In dieser Hinsicht – viel Erfolg.