Neue Farbenlehre in Sachsen
Veröffentlicht am von Christian Mayer
Bild: omp
Dresden (kobinet) Nach der gestrigen Landtagswahl in Sachsen wurde die FDP aus der letzten Landesregierung verabschiedet, so dass hier wohl nun eine neue Regierung aus CDU-SPD oder aus CDU-Grüne gebildet wird. Die NPD scheiterte im Finale des Wahlabends äußerst knapp an der Fünf-Prozent Hürde mit 4,95 Prozent.
Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge kam die CDU auf 39,4 Prozent, gefolgt von der LINKEN mit 18,9 Prozent und der SPD mit 12,3 Prozent. Die Alternative für Deutschland (AfD) schaffte 9,7 Prozent und damit klar den Einzug in den sächsischen Landtag. Die Grünen erzielten 5,7 Prozent, während die FDP nur noch 3,7 Prozent der WählerInnenstimmen erreichten. Mit Spannung wurde das Wahlergebnis der NPD am Wahlabend beobachtet, weil sie lange Zeit knapp über der Fünf-Prozent-Hürde gesehen wurde. Mit 4,95 Prozentpunkten scheiterte die NPD dann letztendlich und zieht nicht wieder in den sächsischen Landtag ein. "Gerade am heutigen Tag mit dem Gedenken an den Beginns des Zweiten Weltkrieges und die damit verbundenen Opfer des rechten Terrors ist es ein gutes Zeichen, dass die NPD als rechtsradikale Partei den Einzug in den Landtag nicht mehr geschafft hat. An diesem knappen Wahlergebnis wurde erneut deutlich, dass zuweilen jede einzelne Stimme eine wichtige Rolle spielen kann, weshalb die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent auch nicht verständlich ist", erklärte Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3.

Von MichaelK
Hallo,
vor dem Hintergrund, dass vordem die NPD bei jeweils höherer Wahlbeteiligung im sächsischen Landtag vertreten war, ist mir unverständlich, wieso die jetzt niedrigere Wahlbeteiligung "nicht verständlich" sein soll.
Eine höhere Wahlbeteiligung würde doch nicht automatisch weniger Prozente für die NPD bedeuten. Oder weiß Jemand, wen die Nichtwähler gewählt hätten? Dort wo die Wahlbeteiligung höher war, hat die NPD idR. sogar 10 Prozent erreicht.
Nehmen wir an, es wären 65 Prozent der Berechtigten zur Wahl gegangen und die NPD hätte 6 Prozent bekommen. Dann gebe es kein "gutes Zeichen", aber das wäre dann verständlich ???
Irgendwie Sinnfrei. Nichts für Ungut.