Zugang zum Recht - Beratung nötig

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Carl-Wilhelm Rößler auf dem Menschenrechtstag in Berlin
Carl-Wilhelm Rößler auf dem Menschenrechtstag in Berlin
Bild: DIMR/Paul Hahn

Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderungen stoßen vielfach auf Probleme und Barrieren, wenn sie ihre Rechte einfordern. Damit sich dies grundlegend ändert, ist ein System von niedrigschwelliger und professioneller Beratung vor Ort erforderlich, erklärte Rechtsanwalt Carl-Wilhelm Rößler vom Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Köln auf dem 2. Menschenrechtstag in Berlin. "Vielfach wird behinderten Menschen einfach nicht geglaubt, wenn sie ihren Assistenzbedarf darstellen", so Rößler. "Sie müssen aber ernst genommen und respektiert werden, denn das Klima im Sozialrecht und in der Eingliederungshilfe ist besonders hart. Vielfach herrscht dort die Meinung vor, dass wir ´zu viele und zu teuer' sind."

Ferner informierte Rößler auf dem Fachtag des Deutschen Instituts für Menschenrechte zum Thema "Rechte haben, Recht bekommen" darüber, wie schwer es ist, geeignete Rechtsanwälte zu finden, die sich im Sozialrecht auskennen. Es seien Mut und Ausdauer erforderlich, um sich einem Verfahren zu stellen und es durchzuhalten. "Neben der Beratung benötigen wir deshalb Schulungen im Bereich der Justiz und Empowerment für die Betroffenen, damit der Artikel 13 der UN-Behindertenrechtskonvention auch umgesetzt werden kann", so Rößler.