Braunschweig inklusiv

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: Behindertenbeirat Braunschweig

Braunschweig (kobinet) Der Behindertenbeirat der Stadt  Braunschweig hat ein Forum "Braunschweig inklusiv" ins Netz gestellt, damit alle Bürgerinnen und Bürger über die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention diskutieren können. Seit Juli 2014 kam die Arbeitsgemeinschaft Braunschweig Inklusiv zusammen, die der Öffentlichkeit in diesem Forum nun den Entwurf eines Leitlinienpapiers vorstellt.

Das Diskussionsforum ist bis zum 8. Februar 2015 geöffnet. Danach wird die Arbeitsgemeinschaft Braunschweig Inklusiv  erneut zusammenkommen, um Kommentare und Anregungen in die Leitlinien einzufügen. Danach wird das Leitlinienpapier dem Rat der Stadt Braunschweig zur Diskussion vorgelegt. Am Ende soll dann ein Aktionsplan mit Handlungsempfehlungen stehen, die der Oberbürgermeister als konkrete Aufgaben an die Verwaltung zur Umsetzung gibt.

Lesermeinungen zu “Braunschweig inklusiv” (17)

Von Gerti

Von Leser/innen des Spiegel (online-Ausgabe) für des Abrisses reif befunden: Bahnhofsgebäude des Hauptbahnhofes Braunschweig, siehe http://www.spiegel.de/fotostrecke/abriss-atlas-die-abrisswuerdigsten-bausuenden-fotostrecke-122773.html.
Laut Bildunterschrift beim Foto vom Hauptbahnhof Braunschweig steht das Bahnhofsgebäude unter Denkmalsschutz :-(

Von lehmä

Max Horkheimer, in Dämmerung, Notizen in Deutschland:
„Sei mißtrauisch gegen den, der behauptet, daß man entweder nur dem großen Ganzen oder überhaupt nicht helfen könne. Es ist die Lebenslüge derer, die in Wahrheit nicht helfen wollen und die sich vor der Verpflichtung im einzelnen bestimmten Fall auf die Theorie hinausreden. Sie rationalisieren ihre Unmenschlichkeit. Zwischen ihnen und den Frommen besteht eine Ähnlichkeit, daß beide durch „höhere“ Erwägungen ein gutes Gewissen haben, wenn sie dich hilflos im Regen stehen lassen.“
Oder: Jeder ist sich selbst der Nächste, die Erfahrung auch im „gemeinsamen Bemühen“ um „Inklusion“ oder Bundesteilhabegesetz“ zeigen, jeder kämpft für sich allein!

Von Angehöriger

Entschuldigen Sie die lange Verzögerung! Wir mussten einige Zeit im Krankenhaus verbringen.

@Gisela Maubach,
leider sehe ich hier, wie so oft in unserem Leben, dass es viele Beteiligte gibt und oft ein Blockierer reicht, um alles zu Fall zu bringen. Ich für mich bin daher zu dem Schluss gekommen, an so vielen Stellen wie möglich so viel zu bewegen wie möglich. Von "oben" und von "unten". In der Politik, Vereinen, auf der Straße (Vielleicht treffen wir uns am 5. Mai oder zur Mad & Disability Pride Parade in Berlin?), in Einrichtungen, unserem persönlichen Bekanntenkreis... daher setze ich auch nicht viel Hoffnung in diese Leitlinie, aber es ist der eine Strohhalm, den es gibt. Und hier kann sogar die Öffentlichkeit Einsicht nehmen in die Beiträge und was am Ende daraus wird. Egal, wie viel oder wenig kommentiert wird in dem "Forum", egal wie das dann einfließt in die Leitlinie und egal wie mehr oder weniger engagiert die Leitlinie dann ausfällt, sie wird in einen Handlungskatalog für die Verwaltung münden. Wenn der Strohhalm nicht wahrgenommen wird, sehen sich nur die bestätigt, die die Ausgrenzung nicht beenden wollen. (Natürlich fühlen sie sich bestätigt, egal, was passiert.) In jedem Fall vielen Dank für Ihr sehr konkretes Engagement!

@lehmä,
das Forum ist zu finden unter http://forum-braunschweig-inklusiv.de und ist eigentlich ein Blog. Der Leitlinienentwurf befindet sich hier: http://forum-braunschweig-inklusiv.de/download/AG_BI-Leitlinienentwurf.pdf Die einzelnen Abschnitte der Leitlinie sind als Blogeinträge wiedergegeben und können jeweils kommentiert werden.

Als Ansprechpartner allgemein würde ich vorzugsweise die Mitglieder der Ausschüsse (http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/politik/ausschuesse/index.html), besonders des Sozialausschusses, und die Sozialdezernentin Dr. Hanke (http://www.braunschweig.de/vv/oe/V/index.php) betrachten sowie die Parteien (http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/politik/ratderstadt/fraktionsgeschaeftsstellen.html).

@Gerti,
ich habe früher auch vergeblich nach einer rolligerechten Toilette auf dem Braunschweiger Bahnhof gesucht. Inzwischen habe ich eine rollizugängliche Toilette von Sanifair dort gefunden - die aber leider in der Tat gepflegter sein könnte. Im McDonalds gibt es ebenfalls inzwischen eine rollizugängliche Toilette - leider ist der Zugang zum McDonalds alles andere als schön: Man muss einen Mitarbeiter rufen, der einen Treppenlift bedient. Immerhin. Ansonsten kann ich Ihnen nur zustimmen, dass der Bahnhof nicht besonders gastfreundlich wirkt. Das setzt sich leider in der Innenstadt und diversen Verwaltungsgebäuden fort. Braunschweig hat viel nachzuholen. Die vermeintliche Vorreiterrolle, die sich Politik und Verwaltung in Braunschweig selbst zuschreiben, kann ich von hier unten leider nicht nachvollziehen. Es mag anderswo noch schlimmer sein - aber das darf doch kein Argument sein.

Von Gerti

@ Tigerente
Die von Ihnen genannte Toilette kann nicht als behindertengerecht / barrierefrei bezeichnet werden, wird das von mir nicht, da ungepflegt und somit für mich ekelerregend.
Wenn Sie im Hauptbahnhof Braunschweig unterwegs sind, ist Ihnen nicht aufgefallen, dass die Verkaufslädchen (Backwarenverkauf, Allerwelts- in Kombination mit Imbissverakauf [verortet anfangs des Ganges {im Anschluss an die zugige Haupthalle}, von dem auf die Bahnsteige gelangt wird]) ebenfalls nicht barrierefrei sind, da ohne Tische in Sitzhöhe ausgestattet?
Braunschweig wirkt nicht gerade einladend, wenn davon ausgegangen wird, dass der Hauptbahnhof ein wichtiges 'Tor' zur Stadt ist.

Von Tigerente

Guten Abend,
zu der aktuellen Politik für Menschen mit Behinderungen in Braunschweig kann ich wenig sagen, da ich seit über 20 Jahren nicht mehr in Braunschweig lebe.
Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass es in Braunschweiger Hauptbahnhof sehr wohl eine rollstuhlgerechte Toilette gibt, anders als im Leserbrief von Gerti angegeben.
Diese befindet sich auf der rechten Seite der Haupthalle.
Ich benutze sie seit Jahren immer mal wieder.

Viele Grüße von der Tigerente und viel Spaß allen
Braunschweig-Besuchern

Von lehmä

Sehr geehrte Frau Maubach,
auf Ihre Frage, wer „Wir“ sind, gibt es wohl keine Einheitsantwort. Jedenfalls sind „Wir“ viele!
Viele, die durch Jahre zermürbt, … usw. sind. Ohne allzu sehr zu lamentieren. Es ist gut, dass es weitergeht. Daher „Danke“ an alle, auch an Sie – Frau Maubach- die die Kraft, das Durchsetzungsvermögen, den Durchblick, auch das politische Geschick haben, um etwas zu erreichen. Für „Uns“. – Fast ein „Wort zum Sonn… Jahresende“!- Ich mein‘ es ernst!

Von Gisela Maubach

@ lehmä

Nichts wünsche ich mir sehnlicher als ein "Gemeinsam sind wir stark", aber wer ist "wir"? Wo wurde denn bisher das Ausgeschlossensein von Menschen mit geistiger Schwerstbehinderung thematisiert? Wem ist denn schon aufgefallen, dass Menschen, die ZU behindert sind, um sich selbst zu vertreten, bei der AG Bundesteilhabegesetz von ihren Einrichtungsträgern vertreten werden? Auf welcher Tagesordnung erscheint es? Wer gibt denn den Angehörigen dieser Menschen überhaupt die Möglichkeit, ein "Wir-Gefühl" entstehen zu lassen, wenn unsere Angehörigen bei keinem Thema einbezogen werden - also gar nicht gemeint sein können?

Aber natürlich haben Sie recht - allein mit Leserbriefen lässt sich nichts erreichen, obwohl ich es wichtig finde, auf die inflationäre und zunehmend missbräuchliche Verwendung des Begriffes Inklusion aufmerksam zu machen.

Also schreibe ich nicht nur Leserbriefe, sondern kontaktiere auch andere entscheidende Akteure - so auch sämtliche Behindertenbeauftragte/n von Bund und Bundestagsfraktionen.
Mittlerweile habe ich ausführliche persönliche Gespräche mit Uwe Schummer, Ulla Schmidt (Mitglied der AG Bundesteilhabegesetz) und Prof. Jeanne Nicklas-Faust (Bundesgeschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe) geführt. Ein weiterer Gesprächstermin mit Kerstin Tack steht bereits.
Die bisherigen Gespräche habe ich als sehr positiv empfunden und hatte sogar den Eindruck, dass die konstruierte Einrichtungsgebundenheit von Eingliederungshilfe bisher gar nicht bekannt war.

Abschließend werde ich wohl nochmal alle gemeinsam anschreiben und erkunden, wie man geistig schwerstbehinderte Menschen beim Bundesteilhabegesetz nun einbeziehen will.

Falls diese Menschen dann immer noch von den Tagesordnungen ausgeschlossen bleiben, gibt es ja auch noch Medien, die es aufgreifen würden, wenn einerseits Selbstbestimmungsrecht und personenzentrierte Leistungen als Ziel (öffentlichkeitswirksam) angestrebt werden, während bei geistig schwerstbehinderten Menschen das genaue Gegenteil praktiziert wird, indem sie in großen Gruppen mit monotonem Tagesablauf unter sich bleiben (müssen), obwohl eine Menge Geld für diese Menschen in Einrichtungen fließt.

Mit Leserbriefen allein erreicht man nichts, aber sollte man denn die wehenden Fahnen, auf denen ganz groß Inklusion draufsteht, völlig unkommentiert lassen, weil die Ausgeschlossenen als lästig empfunden werden?

Von Gerti

@ Angehöriger aus Braunschweig:
Guten Tag Angehöriger aus Braunschweig,
der Hauptbahnhof Braunschweig ist ohne barrierefreie Toilette. Nach der habe ich mal im Hauptbahnhof Braunschweig vergeblich gesucht.
Auch so befindet sich der Hbf. Braunschweig eher im no-mans-land, da zum Stadtzentrum jedesmal erst Bus oder Bahn genommen werden muss.
Braunschweig (zumindest rings um den Hauptbahnhof herum) ist nach dem zweiten Weltkrieg nicht wieder richtig aufgebaut worden; dieser Eindruck ist in mir jedenfalls entstanden.

Von lehmä

Lieber Angehöriger aus Braunschweig,
Frau Maubach ist mir mit ihrer Antwort zuvorgekommen. Wollte gerade schreiben, dass wir viele sind, die Braunschweiger in ihren Bemühungen um Inklusion zu unterstützen.
Es geht uns alle an, es betrifft uns alle (s. Leserbriefe von Frau Maubach; denn das ist die wirkliche ungeheuerliche Wirklichkeit). – Die konkrete Frage: wie kommt man an das „Forum“ in Braunschweig „ran“? Gibt’s da einen Ansprechpartner, dem alles gesammelt übermittelt werden kann?

Jetzt eine Frage an Frau Maubach: Was nützen Ihre Leserbriefe, Recherchen und Aufrufe, wenn niemand danach handelt? Ins Leere sollte das alles ja nicht laufen? Möglicherweise eine abgedroschene Phrase: Aber gemeinsam sind wir stark, obwohl jeder sein ureigenes unvergleichbares Schicksal hat. Bundesgesetze benötigen ein Einfallstor. In diesem Sinn: Ein gutes Neues Jahr!
Grüße

Von Gisela Maubach

Lieber "Angehöriger",

wenn kobinet "Braunschweig inklusiv" titelt und ein Braunschweiger gleichzeitig von "Katastrophe" redet, reiht Braunschweig sich damit nur in die zahlreichen Aktionspläne ein, mit denen öffentlichkeitswirksam hübsche Fassaden erstellt werden.
Wie ich bereits beschrieben habe, wird wirkliche Inklusion durch Bundesgesetze verhindert bzw. sogar ausgeschlossen, so dass erst eine Basis geschaffen werden müsste, auf der kommunale Strukturen dann überhaupt erst aufgebaut werden könnten.
Momentan kann kein (!) Aktionsplan wirkliche Inklusion herstellen!

Ich selbst bin übrigens mit der Betreuung und Pflege eines schwerstbehinderten Angehörigen bei gleichzeitiger Erwerbstätigkeit so belastet, dass ich mich leider nicht in Foren einzelner Städte einbringen kann . . . neben unseren eigenen von mir beschriebenen "Katastrophen" in NRW . . .

Von Angehöriger

Bitte schreibt Eure Kommentare auch in das Forum! (selbst wenn ihr keine Braunschweiger seid) Ich bin Braunschweiger und die Leitlinien sind bis jetzt fast eine Katastrophe. Hier läuft vieles falsch, aber es gibt zu wenige, die sich engagieren und wir sind zu leise gegen die Übermacht von Sondereinrichtungen, Verwaltung und Politik. Braunschweig hat eine lange Tradition der Exklusion. Ich kann die hier genannten Punkte in den Kommentaren nur unterstützen, aber das kommt alles bis jetzt weder bei der Stadt noch bei den vielen Trägern an. Bitte schreibt es auch in das Forum, damit es wenigstens dort gehört wird!

Von Gisela Maubach

Hier mal eine kleine Weihnachtsgeschichte über den Träger der Werkstatt, deren Bundesverband in der AG Bundesteilhabegesetz sitzt:

Am 20. November fand die Jahresversammlung für Eltern, Angehörige und Betreuer in der WfbM statt.
Dabei wurden sogenannte arbeitsbegleitende Maßnahmen vorgestellt, wofür man Angehörige oder Betreuer zur Unterstützung oder für weitere Maßnahmen sucht.

Fast alle bisherigen Angebote scheiden für meinen Sohn aus, weil er wegen seiner geistigen Schwerstbehinderung den Sinn nicht versteht (Fußball, Badminton, Dart, Lesen und Schreiben, Tischtennis . . .). Das einzige Angebot, an dem er teilnehmen könnte, wäre Schwimmen, da er über eine Neopren-Badehose und Erwachsenen-Schwimmflügel verfügt, die wir im Privatleben inklusiv nutzen und Lebensfreude spürbar ist. Bis heute ist er trotz entsprechender Bitte meinerseits von der WfbM noch nie zum Schwimmen mitgenommen worden.

Nun denn - da mir bekannt war, dass die Turnhalle der WfbM über ein Trampolin verfügt und Sohnemann auch gerne hüpft, habe ich mich angeboten, Trampolinspringen als Maßnahme anzubieten, da ich auch über den entsprechenden Übungsleiterschein verfüge.
Um die Details zu besprechen, sollte ich in die WfbM kommen. Mein Angebot traf auf große Zustimmung, aber mir wurde unmittelbar erklärt, dass mein Sohn an dieser Maßnahme dann nicht teilnehmen dürfe, weil in der Werkstatt die grundsätzliche Regelung besteht, dass "Mitarbeiter" an keiner Maßnahme teilnehmen dürfen, die von den eigenen Eltern geleitet wird!
Auch mein Hinweis, dass ich ja keine Bevorzugung bei der Häufigkeit möchte (sondern lediglich keinen Ausschluss) ließ die Verwaltung nicht von dieser Regelung abweichen - ebenso wenig wie die Tatsache, dass mein Sohn ja schon an den anderen Maßnahmen nicht teilnehmen kann/darf.

Es ist schon seltsam, wie unterschiedlich doch die Interpretationen des Begriffes Inklusion sind.

Und das Ende dieser Weihnachtsgeschichte ereignete sich am letzten Werkstatt-Tag vor Heiligabend. Weil die Gruppenbetreuer sehr nett sind (und sie die Exklusion der Schwerstbehinderten ja nicht zu verantworten haben), habe ich ihnen jeweils einen 10-Euro-Gutschein für einen großen TV-Hifi-Elektro-Markt als Geschenk mitgegeben.
Anschließend erfuhr ich, dass sie die Gutscheine nicht behalten dürfen, weil es für sie verboten sei, Geschenke anzunehmen - und da würde die Werkstatt auch Weihnachten keine Ausnahme machen . . .
Die Gutscheine fließen jetzt automatisch in die Gruppenkasse ein!
Was würde wohl dabei rauskommen, wenn Bürgerinnen und Bürger über all diese Regelungen mitdiskutieren dürften . . .

Mein Ziel ist und bleibt, dass diese Form der Werkstatt-Pflicht aufgehoben wird und die "Eingliederungshilfe" für eine selbstbestimmte Betreuung verwendet werden darf.

Von Dagmar B

Zitat:

Da sitzen doch wieder nur die Träger diverser Einrichtungen am Tisch.


Hallo

Die sitzen nicht nur am Tisch sondern werden explizit als Akteure dieses seltsamen Spektakels aufgelistet.
Was das ganze jetzt mit Inklusion zu tun haben soll,ist mir schleierhaft.
So wie es oben beschrieben steht,geht es wohl eher darum,das die selbsternannten Akteure z.b. der Behindertenhilfe erklären,wie Inklusion geht.
Insbesondere die Sondereinrichtungen.
Ja,klar : )

Von lehmä

Diskussionsforum---> Kommentare---> Anregungen--> Leitlinien---> Leitlinienpapier---> Diskussion---> Aktionsplan---> Handlungsempfehlungen---> Aufgaben---> Umsetzung
Wer kann da denn schon „Nein“ sagen??

Von A.Herrmann

Schon bei dem Wort „Aktionsplan“ kringeln sich meine Nackenhaare. Wir planen Aktionen und legen sie ordentlich auf den Stapel mit den Plänen, denn zuerst besteht noch Beratungsbedarf oder es ist grad kein Geld vorhanden für die geplanten Aktionen.
Ich kenne solche angestaubten Pläne, aber es steht zumindest das Wort Aktion drauf.
Wer plant – wie Frau Maubach so treffend fragt - für diejenigen, die sich aufgrund des Ausmaßes ihrer Behinderung nicht selbst zu Wort melden können? Da sitzen doch wieder nur die Träger diverser Einrichtungen am Tisch.

Von Beamtenschreck



Liebe Freunde und Leidensgefährten,

wenn die jetzt alle wie in Braunschweig ihren eigenen Aktionsplan aufstellen, dann war ja die BRK eine gute Anregung aus welcher dann bestätigt wird, nicht umsetzen ist wichtig sondern die Möglichkeit, jedem der glaubt etwas zu verstehen die Möglichkeit irrealer Kommentare als Empfehlungen zu ermöglichen.

euer Beamtenschreck


Von Gisela Maubach

Wie kann eine Stadt inklusiv werden und Bürgerinnen und Bürger über die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention diskutieren, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen von vornherein ganze Personengruppen ausschließen - und zwar ausgerechnet diejenigen, die sich aufgrund des Ausmaßes ihrer Behinderung nicht selbst zu Wort melden können - , so dass wirkliche Inklusion gar nicht erst möglich ist?????