Protest gegen Barrieren in Kammerspielen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: Autonom Leben

Hamburg (kobinet) Für barrierefreie Wahlveranstaltungen und für die barrierefreie Gestaltung der Hamburger Kammerspiele protestierten vor kurzem in Hamburg eine Reihe von behinderten Menschen. Der erste Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz hatte zu einer Wahlveranstaltung in die Kammerspiele geladen, obwohl der Zugang zum Logensaal der Kammerspiele nicht barrierefrei zugänglich ist.

"Die Kammerspiele sind bekannterweise nicht barrierefrei. Wir haben mit ein paar Mitgliedern deswegen vor dem Veranstaltungsort demonstriert. Kurz vor der Demo hat der Sozialsenator, Detlef Scheele, noch eine 'Treppenraupe' organisiert. So dass zumindest zwei Vertreter von uns zum 'Gespräch mit Olaf Scholz' konnten. Das waren Chasa Chahine und Claas de Wolff für Autonom Leben", heißt es in einem Bericht von Autonom Leben Hamburg. Nach der Rede gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen. Claas de Wolff hat sich daraufhin gemeldet und kam letztendlich sogar an die Reihe. "Ich habe ihn dann gefragt wieso bei seiner Rede, weder die Worte 'Inklusion', noch 'Barrierfreiheit' gefallen sind. Ob ihm und seiner Partei diese Themen nicht wichtig sind. Er hat gesagt, er hätte diese Themen bewußt (wie z.B. Verkehr auch) ausgeklammert. Ihm und seinen 'Freunden' läge dieses Thema am Herzen und er verwies dann noch auf das Wahlprogramm seiner SPD. Dann sagte er noch die Wahl des Veranstaltungsortes wäre ein Fehler gewesen und dass der barrierfreie Ausbau des ÖPNV jetzt dank der SPD so zügig vorangeht und bis 2020 abgeschlossen sein wird. Nach dem Plan der Vorgängerregierung war dies erst zum Ende des Jahrhunderts angedacht", berichtet Claas de Wolff von Autonom Leben über die Aktion.

Link zur Presseinfo von Autonom Leben

Lesermeinungen zu “Protest gegen Barrieren in Kammerspielen” (1)

Von Sven Drebes

Schön, dass der Hamburger Senat den ÖPNV bis 2020 barrierefrei machen will. Aber hätte die SPD-Regierung das auch beschlossen, wenn der Bundestag nicht festgelegt hätte, dass der gesamte ÖPNV in Deutschland bis 2022 barrierefrei sein muss?