Warten auf neue Beauftragte in Thüringen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: omp

Erfurt (kobinet) Seit Anfang Dezember ist die neue rot-rot-grüne Landesregierung in Thüringen im Amt. Während die Minister- und Staatssekretärsposten schnell besetzt waren, steht in Thüringen noch in den Sternen, wer dort zukünftig die Position des oder der Landesbehindertenbeauftragten ausüben wird.

Wie die in Erfurt erscheinende Thüringer Allgemeine kürzlich berichtete, steht bei der Benennung der bisherigen Beauftragten der thüringischen Landesregierung ein genereller Umbruch an. Die bisherigen Beauftragten sind mindestens noch bis Ende März im Amt, heißt es im Bericht. So auch der bisherige Landesbehindertenbeauftragte Dr. Paul Brockhausen, der in Kürze sein 65. Lebensjahr vollendet. Als wahrscheinlich scheint, dass die Sozialministerin den Posten in ihrer Zuständigkeit benennen kann, also Heike Werner von den LINKEN.

Lesermeinungen zu “Warten auf neue Beauftragte in Thüringen” (3)

Von Jürgen Schmidt

Als Vorsitzender des Behindertenverbandes des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Kreistagsmitglied und selbst Betroffener sehe ich der Entscheidung der Landesregierung, wie so viele andere, mit großem Interesse entgegen. Aus meiner Arbeit heraus und rückblickend auf die letzten Jahre kann ich nur sagen, dass ich in Maik Nothnagel einen Verbündeten gefunden habe, der sich mit großem Engagement für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzt und dem sehr an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention liegt. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, Bedingungen zu schaffen, die ein Miteinander und eine selbstbestimmte Teilhabe unabhängig von einer Behinderung, des Alters oder der Herkunft ermöglichen. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn die Landesregierung Maik Nothnagel als Nachfolger von Herrn Dr. Brockhausen benennen würde.

Von Kerstin

Ich find das schon etwas befremdlich, dass bei der Benennung des Behindertenbeauftragten des Freistaates Thüringen so lange gewartet wird. Warum wohl? Das es keine guten Bewerber gibt, kann man wohl ausschliesßen. Derjenige weiß, wovon er spricht. Er ist jahrelang in der Behinderten- bzw. Inklusionbspolitik tätig und war als "Selbstbetroffener" in der letzten Legislaturperiode inklusionspolitischer Sprecher für die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Wenn er ncht gewollt ist, dann soll man ihm das klar sagen, denn er muss und das nicht nur aufgrund seiner Behinderung auch für die Zukunft planen können.Hier sollten die MisterInnen mal langsam zu Potte kommen.

Von Rollylady

Egal ob die Personalie Dr. Brockhausen noch bis Ende
März im Amt ist oder nicht , für uns Betroffene ist es unerträglich das die neue Landesregierung uns so im unklaren lässt .
Von einem Linken Ministerpräsidenten und seiner PArtei
habe ich mehr erwartet , aber die Heimlichtuerei und Ignoranz
geht weiter wie bisher.
Die selben Attitüden und Plattitüden wie unter den ignoranten
der alten Regierung