Blinde Frau durfte nicht allein in Therme
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: omp
Neusass (kobinet) Angelika Höhne-Schaller hat die kobinet-nachrichten darauf hingewiesen, dass es immer noch Diskriminierungen beim Besuch von Schwimmbädern für behinderte Menschen gibt. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, teilte man der fast blinden 55jährigen Frau an der Kasse der Neusässer Titania-Therme mit, dass sie alleine nicht das Bad betreten darf. Gegen diese Entscheidung wehrt sich Angelika Höhne-Schaller nun.
Der Neusässer Stadtbaumeister Dietmar Krenz, der zugleich auch Geschäftsführer der Titania-Betriebsgesellschaft ist, verteidigte dem Bericht der Augsburger Allgemeinen zufolge das Vorgehen, indem er auf die Satzung des Bades verwies. Demnach dürfen Kinder unter acht Jahren, behinderte und blinde Menschen nur in Begleitung einer weiteren Person das Bad besuchen.
