Strategie für Kampf gegen die Armut
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Volkssolidarität
Berlin (kobinet) Die Volkssolidarität unterstützt die Forderung des Paritätischen und sieht im deutlichen Anstieg der Armut bei Alleinerziehenden und bei Rentnern eine klare Warnung an die Politik und die Aufforderung, endlich zu handeln. Deren Präsident Dr. Wolfram Friedersdorff erklärte heute zum Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes: „Statt die Hände in den Schoß zu legen, müssen Bund und Länder eine Strategie für eine wirksame Armutsbekämpfung vorlegen." Die im Bericht ausgewiesenen Armutsquoten für die ostdeutschen Bundesländer seien nach 25 Jahren deutscher Einheit "erschreckend".
Wachsende Altersarmut sei vor allem Resultat falscher politischer Weichenstellungen. „Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne und prekäre Beschäftigung schlagen sich zunehmend in niedrigen Rentenansprüchen nieder. Gleichzeitig hat der Kurs auf Privatisierung der
Alterssicherung, verbunden mit einer deutlichen Absenkung des Leistungsniveaus in der gesetzlichen Rente, spürbare Auswirkungen in den Alterseinkünften. All das ist seit Jahren bekannt. Aber halbherzige Trostpflaster reichen eben nicht. Statt sich mit drei bis vier Millionen Arbeitslosen zufrieden zu geben, brauchen wir eine aktivere Arbeitsmarktpolitik. Und statt Symptome in der Rentenversicherung zu kurieren, muss endlich die weitere Absenkung des Rentenniveaus gestoppt werden", stellte der Verbandspräsident fest.
„Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat Recht, wenn er ein umfassendes Maßnahmenbündel einfordert, um gegenzusteuern. Die Volkssolidarität unterstützt diese Forderung", so Friedersdorf.
