AWO will sich im Sinne der UN-Konvention weiter entwickeln

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Berlin (kobinet) Der elf Seiten lange Bericht des Fachausschusses zur UN-Behindertenrechtskonvention enthält aus Sicht der Arbeiter Wohlfahrt (AWO) eine klare Botschaft: Die menschenrechtsbasierte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist in Deutschland nur mangelhaft. Die AWO will den die Empfehlungen zum Anlass nehmen, sich selbst, ihre Dienste und Einrichtungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention weiterzuentwickeln.

Der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler erklärte: "Die Fülle und Tiefe der Empfehlungen zeigt, dass sich die Expertinnen und Experten intensiv mit den vielfältigen Lebenslagen und Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit Behinderungen sowie der Theorie und Praxis der Konventionsumsetzung befasst haben. Dies wird beispielsweise an der konkreten Benennung besonders vulnerabler Zielgruppen in einzelnen Empfehlungen deutlich. Die Empfehlungen eignen sich als zielfokussierter Kompass. Es gilt nun strategisch, vernetzt und differenziert zu handeln. Grundsätzlich empfiehlt der Fachausschuss, dass der Gesetzgeber alle bestehenden Gesetze durch unabhängige Expertinnen und Experten auf die Verträglichkeit mit der UN-Behindertenrechtskonvention überprüfen lässt. Gleichzeitig sollen auch alle zukünftigen Gesetze und Verordnungen so entwickelt werden, dass diese konventionskonform sind. Dabei soll zukünftig die Expertise von Menschen mit Behinderung noch konsequenter eingeholt und die Belange von Kindern mit Behinderungen besonders berücksichtigt werden."

Um eine besondere Chance der Förderung der UN-Behindertenrechtskonvention nachhaltig zu nutzen, fordert die AWO den für Herbst geplanten Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz – bereits vor Beginn des parlamentarischen Verfahrens - durch eine unabhängige Stelle auf Vereinbarkeit mit der UN-Behindertenrechtskonvention prüfen zu lassen und die Empfehlungen dann zeitnah einzuarbeiten.

Lesermeinungen zu “AWO will sich im Sinne der UN-Konvention weiter entwickeln” (1)

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916


Liebe Freunde und Leidensgefährten,

AWO will sich im Sinne der UN-Konvention weiter entwickeln
Zitat:
„Berlin (kobinet) Der elf Seiten lange Bericht des Fachausschusses zur UN-Behindertenrechtskonvention enthält aus Sicht der Arbeiter Wohlfahrt (AWO) eine klare Botschaft:“
Frage: Welche klare Botschaft, konnte denn die AWO nun seit dem 17.04.2015 vernehmen?
Zitat:

„Die menschenrechtsbasierte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist in Deutschland nur mangelhaft.“

Das wissen wir behinderten Menschen nicht erst seit wenigen Tagen, dazu brauchte man nicht erst den Bericht aus Genf abzuwarten.

Solange man mit mangelhaften Dingen noch gutes Geld verdienen kann, ist es anscheinend auch ein gutes Mittel zum Zweck, die Kasse zu füllen. Mich wundern hier immer die angeschlagenen Töne derer, welche vom System die goldene Nase geschaffen bekamen und alles rechtens war, aber heute in kürzester zeit ( seit dem 17.04.2015 ) die Seite kritisieren, welche ihnen doch die ganzen Jahre, das Geld mit der Schaufel hinterher warf und so einvernehmlich keinen Grund dafür sah, dem auch mal gerecht zu werden, zu was man eigentlich immer in der Öffentlichkeit so hohe Töne angeschlagen hat, als es immer hieß, wir sind auf dem richtigen weg, aber alles braucht seine Zeit, solange der Rubel rollt.

Zitat:
„Um eine besondere Chance der Förderung der UN-Behindertenrechtskonvention nachhaltig zu nutzen, fordert die AWO den für Herbst geplanten Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz – bereits vor Beginn des parlamentarischen Verfahrens - durch eine unabhängige Stelle auf Vereinbarkeit mit der UN-Behindertenrechtskonvention prüfen zu lassen und die Empfehlungen dann zeitnah einzuarbeiten.“

Natürlich dürfen hier in dieser unabhängigen Stelle die Experten der AWO nicht fehlen, denn man muss ja darauf achten, dass im neuen Anlauf der seit Jahren begonnen Gewährung von Rechten ( auf dem Papier ) von uns behinderten Menschen, das Stück vom Sahne Kuchen nicht zu klein wird.

Wolfgang Ritter