Melissa im Wunderland
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Karin Kestner
Schauenburg (kobinet) Was ist eigentlich aus der gehörlosen Melissa geworden, die so lange um einen Platz in der Regelschule in Bayern hat kämpfen müssen? Die Antwort weiß Karin Kestner, die Gebärdensprachdolmetscherin und Verlegerin für Gebärdensprache und Gehörlosigkeit, die jetzt auf ihrer Webseite darüber berichtet.
Melissa wird ab Sommer in ein Gymnasium gehen. Sie hat den Durchschnitt, den man in Bayern haben muss, um auf ein Gymnasium gehen zu dürfen, locker erreicht. Und wie sieht es mit der Integration und mit dem sozialen Miteinander in der „hörenden Welt“ aus? Melissa spielt in ihrer Freizeit mit 13 anderen hörenden Kindern und Jugendlichen Theater. Sie hat Bildung erworben und ist sozial und kulturell integriert. Dazu empfiehlt Karin Kestner die Links Südwestpresse, Fotos: Theater Ulm.
All das hätte Melissa nicht erreichen können, wäre sie nicht auf die Regelschule vor Ort gegangen. Sie hätte 4 Stunden pro Tag im Bus gesessen, hätte keine Freunde in der Umgebung gefunden, hätte keine Zeit Theater zu spielen! All dies war möglich, durch eine aufnehmende Regelgrundschule, weil Eltern gekämpft haben und es engagierte Dolmetscherinnen gibt, die sich weiterbilden und sich für Melissa eingesetzt haben.

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916
Hallo Frau Kestner,
wenn man die richtigen Leute an seiner Seite hat, ist vieles möglich auch wenn es manchmal ein beschwerlicher Weg ist.
Gratulation!
Wolfgang Ritter