Braille an Zimmertüren
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: omp
Crawfordsville, Indiana USA (kobinet) Was in Deutschland immer noch eine Ausnahme darstellt, ist in vielen Hotels in den USA mittlerweile Standard. Die Rede ist von der Kennzeichnung der Zimmernummern an den Türen von Hotelzimmern in Brailleschrift, die blinden Menschen erheblich die Orientierung erleichtert. Dies erlebt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul derzeit beim Besuch seines Sohnes in Crawfordsville in Indiana.
Die Kleinstadt Crawfordsville im Mittleren Westen der USA ist alles andere als eine Hochburg der Behindertenbewegung, hier finden sich aber Dinge von denen wir in manchen Städten noch träumen. im Hotel sind die Zimmertüren nicht nur in Brailleschrift, sondern auch in Großschrift gekennzeichnet. Im Swimmingpool gibt es ganz selbstverständlich einen Lift für gehbehinderte Menschen. Zudem sind viele Toiletten in Restaurants barrierefrei. und auch der Umgang in Sachen Behinderung viel unkomplizierter.

Von Arnd Hellinger
@Gerti:
Lesen und verstehen Sie eigentlich Beiträge, auf die Sie antworten zu müssen glauben?
Wenn ja, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich die Zustände in den USA mit keiner einzigen Silbe (positiv) bewertet, sondern nur so objektiv wie mir möglich dargestellt habe. Die Bewertung dessen überließ ich explizit den Lesenden. Mir ist nämlich die Armutssituation in den USA sehr wohl bekannt.
Nochmal: Ich beantwortete die konkrete Frage nach der Finanzierung von Assistenzleistungen - eine Habilitationsschrift war nicht gefordert.
Von Arnd Hellinger
Sorry, die Frage zur Assistenzfinanzierung in den USA kam von "mheidelberg" und nicht von "Gerti", was aber inhaltlich nichts ändert.
(Leider bietet das Lesendenbriefforum von kobinet keine Funktion, bereits veröffentlichte Posts zu bearbeiten. Facebook erlaubt das...)
Von Arnd Hellinger
@Gerti:
Wenn Sie nach Assistenzfinanzierung etc. in den USA fragen, möchten aber auch Sie zur Kenntnis nehmen, dass in Nordamerika das Grundverständnis davon, was "Staat" leisten soll/kann/darf, eben erheblich von europäischen Vorstellungen des Sozial. und Wohlfahrtsstaats abweicht. Insofern sind direkte Vergleiche schwer bis gar nicht möglich.
Daher nur soviel: Assistenz - ebenso Hilfsmittel etc. - werden überwiegend durch Stiftungen, Kirchengemeinden oder Arbeitgeber und nicht wie hierzulande von staatlichen Stellen, zu denen auch (gesetzliche) Kranken- und Rentenversicherung gehört, finanziert. Welches Modell nun das "bessere" ist, mag jedeR vor dem Hintergrund der jeweils eigenen Biographie oder Lebenserfahrung anders beurteilen...
Von nurhessen
@mheidelberg
Gut, mal wieder was von Ihnen zu hören/lesen!
Von RedWheels
Schon sehr lange warte ich darauf, dass man Querulanten wie Gerti, hier rauswirft und sperrt, denn es geht einfach überhaupt nicht, dass sie mit ihren provokanten Texten für schlechte Stimmung sorgt.
Von mheidelberg
Herr Miles-Paul greift einen für ihn wichtigen Aspekt heraus. Aber auch ich habe das "In USA ist für behinderte Menschen alles besser"-Gelabere satt!
Gibt es in USA staatlich finanzierte persönliche Assistenz im ausreichenden Umfang?
- Meines Wissens erhalten behinderte Menschen, die in Deutschland rund um die Uhr-Assistenz bekommen, in USA maximal 6 Stunden!
So etwas wird von Miles-Paul und Konsorten nie erwähnt!
Von Arnd Hellinger
@Gerti:
Es reicht langsam mit Ihrem "Motzki"-Gehabe.
Abgesehen davon, dass die Frage nach dem Bundesstaat bereits mit dem zweiten Wort des Textes ("Indiana") eindeutig beantwortet wurde, handelt es sich beim hier gegenständlichen Artikel um einen - naturgemäß - subjektiven Reise- und Erlebnisbericht von Herrn Miles-Paul, nicht aber um eine soziologische Publikation zur Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen in den USA. Der Unterschied zwischen beiden Genres dürfte auch Ihnen einigermaßen bekannt sein, oder?
Darf man hier jetzt Ihrer Meinung nach keinerlei individuellen Erfahrungsberichte mehr veröffentlichen???
Von Gerti
Korrektur:
1) Die Frage:
"Schließlich gibt es in den usa viele AnalphabetInnen?" ist keine Frage, sondern eine Aussage. Der Satz muss deshalb mit einem Punkt (.) enden.
2) In dem Satz:
"Was ist mit armen und verarmten Behinderten Crawfordsville?" wird vor dem Wort _Crawfordsville_ das Wort 'in' eingefügt.
3) "... ein erheblicher Unterschied zu dem, wenn jemand dort tagein, tagaus lebt und sich mit den örtlichen Behörden und deren Gebaren auseinanderzusetzen hat. " wird ergänzt mit der weiteren Anmerkung:
"sowie mit der Bevölkerung".
Von Gerti
Vermittlung eines Allgemeinplatzes. Ohne Zahlen zu nennen: Wieviele Restaurants sind tatsächlich (für alle Behinderungsarten) barrierefrei? Gibt es Speiskarten in leicht verständlicher Sprache für Lernbehinderte? Gibt es Speisekarten in ausschließlich bildhafter Vermittlung, was es zu essen und zu trinken gibt? Schließlich gibt es in den usa viele AnalphabetInnen?
Was ist mit armen und verarmten Behinderten Crawfordsville? In welchem Bundesstaat der usa liegt dieser Ort?
Wie sind die politischen Verhältnisse dort? Oftmals liegt es an den örtlichen, politischen Verhältnissen, ob und inwieweit barrierefreie Zustände vorhanden sind.
Wie zeigt sich der allenfalls in der Veröff. bei kobinet behauptete 'viel unkompliziertere Umgang in Sachen Behinderung' in praxi? Hier fehlen eindeutig Beispiele.
Und: Herr Miles-Paul ist Gast. Das ist (meiner Meinung nach) ein erheblicher Unterschied zu dem, wenn jemand dort tagein, tagaus lebt und sich mit den örtlichen Behörden und deren Gebaren auseinanderzusetzen hat.