Unabhängige Patientenberatung erhalten
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: omp
Hannover (kobinet) Mit Unverständnis hat die niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, auf die Absicht der Bundesregierung und des Spitzenverbandes der Krankenkassen reagiert, die unabhängige Patientenberatung zukünftig bundeseinheitlich an ein Privatunternehmen zu vergeben.
"Nach meiner Einschätzung ist das eine vollkommen falsche Entscheidung. Vielmehr kommt es darauf an, die unabhängige Patientenberatung zu stärken, vor Ort auszubauen und die Mitwirkungsmöglichkeiten von Patientinnen und Patienten, aber auch von Menschen mit Behinderungen an der Arbeit der unabhängigen Patientenberatung zu stärken. Dies wäre auch im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen sie betreffenden Belangen einfordert", erläutert Petra Wontorra.
Die niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen empfiehlt allen Menschen mit Behinderungen, das Gespräch mit den jeweiligen Bundestagsabgeordneten in ihrer Region zu suchen und zu verdeutlichen, dass diese Entscheidung zurückgenommen werden sollte und die qualifizierte und bewährte unabhängige Patientenberatung durch nichtkommerzielle Träger erhalten bleiben muss.
Mittlerweile wurde eine Petition mit dem Titel "Bewahren Sie die Unabhängigkeit der Patientenberatung Deutschlands (UPD)" bei change.org eingestellt, die bereits über 7.500 UnterzeichnerInnen hat. Darin heißt es: "Uns Patienten ist es nicht egal, wer uns berät."
