Innere Einheit vollenden
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Bundesregierung
Berlin (kobinet) Die innere Einheit zu vollenden - das sehen Sozialverband Deutschland und Volkssolidarität als eine gesamtdeutsche Aufgabe. In einer gemeinsamen Erklärung zum heutigen Tag der Deutschen Einheit machten deren Präsidenten Adolf Bauer und Dr. Wolfram Friedersdorff klar, dass die staatliche Einheit bisher nur unvollendet blieb, was besonders im sozialen Bereich nach 25 Jahren festzustellen sei.
Es gehe vor allem um Chancengleichheit hinsichtlich der individuellen und sozialen Entwicklung sowie um die Herstellung annähernd gleichwertiger Lebensverhältnisse, betonten die beiden Verbandspräsidenten. Sie erinnerten an Artikel 72 des Grundgesetzes und stellten fest, dass es nicht nur ein politisches Staatsziel sei, gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen, sondern auch Handlungsauftrag an den Bundesgesetzgeber.
„Für die Menschen in Ostdeutschland ist die Einheit Deutschlands nach wie vor mit gleichwertigen Lebensverhältnissen verbunden", stellte der Präsident der Volkssolidarität Dr. Friedersdorff klar. „Es werden dabei keine Geschenke erwartet, sondern gleiche Bedingungen und Chancen für eigenes Handeln." Sein Amtskollege vom SoVD, Adolf Bauer, machte deutlich, dass es kein „bloßes Ostproblem" sei, die Lebensverhältnisse anzugleichen, sondern eine gesamtdeutsche Aufgabe. Es handele sich um einen Prozess, „den wir aktiv gestalten müssen". Vieles sei in den zurückliegenden Jahren „für das Zusammenwachsen unseres Landes" geleistet worden, was nicht kleingeredet oder schlecht gemacht werden dürfe, betonte Bauer. Aber: „Wir dürfen uns nicht von den Silhouetten schön sanierter Altstädte in den neuen Bundesländern täuschen lassen!"
Einen gerechten Länderfinanzausgleich und ein solidarisches Fördersystem für strukturschwache Regionen in Ost und West ab 2020 bezeichneten die Präsidenten von SoVD und Volkssolidarität als grundlegende Voraussetzungen, um vom Bodensee bis Rügen möglichst gleich gute Zukunftschancen für alle Bürger zu sichern. Das bisher in den neuen Ländern Erreichte dürfe nicht infrage gestellt werden. Von der Bundesregierung wurde gefordert, den im Koalitionsvertrag vereinbarten Fahrplan für die Angleichung des Rentenwertes Ost bis Ende 2019 mit konkreten Schritten umzusetzen.

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916
Hallo Herr Dr. Drebes,
ich wurde 1979 inhaftiert und auf meinem Weg bis zur Abschiebung im Dezember 1983 nach 4 Jahren Haft und Zwangspsychiatrie, kam ich dann nach dem für alle gleichem Verfahren auf Wunsch nach Bayern. Erst Niederbayern und jetzt seit 14 Jahren in Mittelfranken, wo ich wenn nichts dazwischen kommt, meinen Lebensabend verbringen werde. Seit dieser Woche bin ich Altersrentner und habe in intensivster Recherche alles an Akten gesammelt, was aufzutreiben war und glauben Sie mir, ich weiß von was ich rede. Natürlich wurde ich für begangenes Unrecht entschädigt, aber ich stehe auf dem Standpunkt, kein Geld der Welt, kann begangenes Unrecht ausgleichen, egal welches Schicksal der vereinzelte Mensch erleidet, oder erlitten hat. Daher verstehe ich nicht, warum hier so ein Wirbel auf Kobinet um Geld gemacht wird, denn die welche es wirklich bräuchten, habend dass wenigste für sich davon, denn nur die Lobby sind die Nutznießer.
Wolfgang Ritter
Von Sven Drebes
Hallo Krümel,
klar waren die Reparationen berechtigt. Mir ging es darum, dass se ungleich zwischen den Besatzungszonen verteilt waren und die BRD bessere Startbedingungen hatte als die DDR.
Von Sven Drebes
Hallo Herr Ritter,
Ihre Erklärung rückt die vorherige Äußerung in ein ganz anderes Licht. Bisher haben Sie ja hier immer als Mittelfranke geschrieben, so dass ich Ihre Äußerung als "West-Ost-Sache" verstanden habe. War dann wohl ein Missverständnis.
Schönes Wochenende!
Von Krümel06
Herr Drebes,
sie meinen doch bestimmt die Reperationsleistungen auf die sich die Siegermächte beim "Potzdammer Abkommen "sich einigte.Und
die Sowjetunion ist da noch human mit Deutschland umgegangen,wenn man sieht was Deutschland dort für Schaden angerichtet hat und Leid und Tod über diese Menschen im Namen des Grosskapitals gebracht hat.
Krümel-gebürtiger und stolzer Ossi!
Von Wolfgang Ritter__deleted__033916
Hallo Herr Dr. Drebes,
schön Sie zu lesen. Die gestellte Frage beantworte ich mal so, es sind die eigens gemachten Erfahrungen welche man machen kann, wenn die Partei und der persönliche Vorteil wichtiger als die eigenen Kinder sind. Heute nach 25 Jahren was hier so groß gefeiert wird sind doch wir, welche damals die DDR verließen genau noch solche Vaterlandsverräter wie wir es damals waren, als die Freunde die man heute glaubt mit der Wiedervereinigung gewonnen zu haben, uns damals schikanierten und heut jammern, wegen des ungleichen Zustandes. Was glauben Sie, was die, welche so schreien heute für den Westen tun würden, wenn es umgedreht so wäre?
NICHTS !!!
Sie würden im Höhenflug verkünden, Marx und Engels haben es gewusst, und Erich war der freundliche Hausmeister, wenn der Traum aufgegangen wäre.
Zu den ganzen Ereignissen damals habe ich eine andere Meinung, die man durchaus haben darf. Man könnte hier gewisse Dinge publizieren, was aber der Zensur dieses hohen Hauses anscheinend wieder zum Opfer fiele.
Wolfgang Ritter
Von Sven Drebes
Hallo Herr Ritter,
woher dieser Frust?
Und haben Sie da nicht ein paar externe Startbedingungen vergessen?
- Die UdSSR hat große Teile der Industrie und der Eisenbsahn demontiert, Amerikaner, Briten und Franzosen nicht bzw. deutlich weniger.
- In den westlichen Zonen gab es einen Haufen Dollars aus dem Marshall-Plan, die eigentlich für ganz Europa gedacht waren, die Regierung der UdSSR hat aber verhindert, dass das Geld auch in den von ihr kontrollierten Teil floss. Deutschland nutzt das Geld übrigens heute noch.
- Der Exportmarkt der BRD war deutlich größer als der der DDR, auch weil die BRD-Regierung bis Anfang der 70er die Beziehungen zu jedem Staat radikal abgebrochen hat, der mit der DDR Beziehungen aufgenommen hat.
Klar, kann man aus ökonomischer Sicht den Wechselkurs bei der Währungsunion und das Tempo der Vereinigung fragwürdig finden. Aber wie sähe es zwischen Wismar und Zittau heute aus, wenn es die DDR bis 2000 oder heute gegeben hätte? Bestimmt nicht besser, nur noch leerer.
Freundliche Grüße
Sven Drebes
(geborener "Wessi")
Von Wolfgang Ritter__deleted__033916
Sehr geehrter Herr Schmahl,
Zitat:
"Es gehe vor allem um Chancengleichheit hinsichtlich der individuellen und sozialen Entwicklung sowie um die Herstellung annähernd gleichwertiger Lebensverhältnisse, betonten die beiden Verbandspräsidenten."
Waren nicht 1949 die Chancen gleich, als zwei separate Staaten auf deutschem Boden entstanden?
Nur was wurde aus den Chancen gemacht?
Was sagten die Leute nach dreißig Jahren, Donnerstags kein Fleisch, Freitags kein Bier, Genosse Honecker mach weiter so wir danken Dir.
Und dann kam vierzig Jahre später die gleiche Situation, eine Vereinigung mit einem von Maden durchsetzten Komposthaufen welcher hier auf Kobinet mit Unterstützung der Redaktion noch so dargestellt wird, dass die anderen Schuld sind, wenn man aus der Sicht von A. Bauer und Co. hier gewisse soziale Unterschiede hat.
Die Währung der DDR hat man mit einer Rechtfertigung umgetauscht, wo vielen heute noch schlecht wird, wenn sie an den damaligen Kurs denken. Für billiges Blech, gab es hartes Gold, was keiner mehr zugeben will.
Wann gab es denn dass für die Bürger der Bundesrepublik Deutschland jemals?
Kann mich nicht erinnern, dass die Amerikaner für 2,00 DM damals dann 1,00 $ ausgaben.
Begrüßungsgeld der Witz des Jahrhunderts, wo die Genossen auch nicht nein sagten, die 14 Tage vorher aus Schikane noch an den Grenzen die Autos zerlegten und alles im Auftrag der Partei.
Wolfgang Ritter