Bayern setzt auf Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Sozialministerium Bayern
München (kobinet) Bordsteinkanten, Bahnsteige ohne Leitsystem, Internetseiten ohne Vorlesefunktion: blinde und sehbehinderte Menschen haben im Alltag mit vielen Hindernissen zu kämpfen. "Unser erklärtes Ziel ist es, diese Barrieren abzubauen, damit die Chancen auf eine aktive Teilhabe auch für blinde und sehbehinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger steigen", erklärte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller mit Blick auf den heutigen Internationalen Tag des weißen Stockes.
Seit 12 Jahren gelte nach Informationen der Ministerin im Freistaat das bayerische Behindertengleichstellungsgesetz. "Mit ihm konnten wir die Situation von Blinden und Sehbehinderten stark verbessern. Daneben unterstützen wir mit unserem bayerischen Blindengeld derzeit rund 14.000 Menschen mit 556 Euro im Monat. Taubblinde Menschen erhalten das doppelte Blindengeld, 1.112 Euro monatlich. Insgesamt stellen wir im Jahr 2015 Landesmittel in Höhe von 81 Millionen Euro dafür zur Verfügung", erklärte Ministerin Emilia Müller.
Am 21. Oktober 2015 wird sich Emilia Müller auf der Kongressmesse ConSozial mit der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Verena Bentele über die Herausforderungen für Blinde und Sehbehinderte im Alltag austauschen. Die Ministerin betonte im Vorfeld dieser Veranstaltung: "Bayern barrierefrei – dieses ehrgeizige Ziel, das wir uns gesteckt haben, erfordert erhebliche Kraftanstrengungen. Für ein barrierefreies Bayern müssen alle mit anpacken. Die Anstrengungen lohnen sich aber, denn von der Barrierefreiheit profitieren alle Mitbürger in Bayern."
