Landschaftsverband befürchtet, dass kein Geld vom Bund kommt
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Irina Tischer
Münster (kobinet) Die Behindertenhilfe der Kommunen in Nordrhein-Westfalen kann in den nächsten 15 Jahren keine direkte Hilfe mehr aus Berlin erwarten, fürchtet der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb.
Trotz der Festlegung im Berliner Koalitionsvertrag von SPD und Union deutete sich vor einigen Monaten an, dass der Bund die versprochene Entlastung der Kommunen von jährlich fünf Milliarden Euro bundesweit nicht über die Behindertenhilfe, sondern über die so genannten Kosten der Unterkunft und den kommunalen Umsatzsteuer-Anteil zahlen will. Anfang Dezember haben sich nun die Ministerpräsidenten der Länder auf das Ziel festgelegt, in der Behindertenhilfe ohne Unterstützung aus Berlin zu agieren. Mit der Einigung der Länderchefs zu einem Bund-Länder-Finanzausgleich sieht Löb die bisherigen Befürchtungen übertroffen: "Nachdem die Länder jahrelang die Mitfinanzierung des Bundes für die enorm steigenden Kosten in der Eingliederungshilfe gefordert hatten, haben sie sich jetzt darauf verständigt, dass die Finanzverantwortung für die Eingliederungshilfe auf Dauer vollständig dezentral bei Ländern und Kommunen bleiben soll."
"Das ist sehr ernüchternd, denn damit steht fest, dass die Kommunen in Nordrhein-Westfalen bis mindestens 2030 mit keiner weiteren Entlastung des Bundes bei ihren Sozialkosten rechnen können. Von den bundesweit fünf Milliarden Euro ab 2018 wird etwa eine Milliarde jährlich bei den Kommunen in Nordrhein-Westfalen ankommen. Aber diese feste Marke von einer Milliarde jährlich wird schon im Jahr 2018 allein durch die Kosten der Hilfen für Menschen mit Behinderungen wieder überschritten sein. Wir brauchen bei der Finanzierung der Soziallasten aber keinen Taschenschirm, sondern robustes Regenzeug, das mitwächst", erklärte Matthias Löb.
Wetterfest würden die Kommunalfinanzen erst durch eine "dynamisch mitwachsende Entlastung" der Kommunen bei ihren sozialen Ausgaben durch Land oder Bund. Löb plädiert dafür, den Kommunen einen Anteil an der Umsatzsteuer zu geben, der sich an den kommunalen Sozialausgaben bemisst, sich also den steigenden Ausgaben anpasst. "Für solche Lösungen scheint aber nun auf Jahre hinaus der Weg versperrt", so der Verbandschef. Matthias Löb will jetzt in der Landes- und Bundespolitik darauf hinwirken, dass die Kommunen an anderer Stelle zumindest ein wenig entlastet werden. Menschen mit wesentlichen Behinderungen sollten den nichtbehinderten Pflegebedürftigen gleichgestellt werden. Bislang sind die Ausgaben für behinderte Menschen in der Pflegeversicherung gedeckelt, was die Betroffenen zu Sozialhilfeempfängern mache. Für Matthias Löb ist dies "nicht nachvollziehbar und nicht gerecht."

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916
Hallo Selli,
den guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich Ihnen natürlich auch. Was nun die Neujahrsrede unserer Firstlady anbelangt muss ich Ihnen recht geben, werde aber am Montag mal nen HNO aufsuchen, vielleicht habe ich einen Hörfehler und konnte daher nicht mitbekommen welche Lobeshymne die Fau Merkel brachte, aber ich mir mir sicher von behinderten Menschen in Deutschland hat sie nicht gesprochen, aber dass muss der Arzt klären, ob mir da ein unterschwelliger Ton entgangen ist.
Bald beginnt ein neues Jahr, wo viele Menschen so große Hoffnung haben, dass sich etwas zum Positiven verändern mag, aber ob sich da etwas bewegt, wir werden sehen, zumindest kann mich nichts erschüttern.
Guten Rutsch
Wolfgang Ritter
Von Selli
Hallo Herr Ritter,
zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2016.
Haben Sie die vorgezogen gebrachte Neujahresrede der Frau Merkel (M.) gehört oder gelesen.
Mit Integration meint die M. nur die gesunden, gewinnbringenden Herkommer/innen.
Da bekanntlich es an Gesundheit und gewinnbringender Ausbildung bei den meisten, der aus SüdOSTeuropa hergekommen Seienden mangelt, da Sinti und Roma in ihren Herkunftsländern bisher nicht prviligiert waren, wurden diese Leute von Merkel zuerst und sicherlich auch mit Freude abgeschoben.
Merkel hat mit keiner Silbe Behinderte in ihrer Neujahrsansprache genannt.
DAS ist Merkels piefiger und rassistischer Horizont!
Von Wolfgang Ritter__deleted__033916
Hallo Selli,
nicht Frau Merkel ist der springende Punkt, sondern dass wir uns immer wieder von der Schönrederei täuschen lassen und da sind auch aus den eigenen Reihen so manch falsche Töne zu hören gewesen. Wenn aber für vieles was da kommen mag, das Land NRW als Vorbild gelten soll und deren Erkenntnisse in der Zukunft eine entsprechende Beachtung finden sollen, dann kann man nur noch sagen, "schlimmer wird's nimmer", denn selbst der Scherbenhaufen kann neuerdings stinken.
Wolfgang Ritter
Von Selli
Frau Merkel-A. hält sich raus aus der Chose. Wie auch bei anderen Dingen.
Da können sich Nahles und Co. fein rausreden und 'die' Behinderten auf die Länder abwimmeln und zurückschieben.
Frau Nahles, leicht behindert, hat kein Interesse daran, das Leben von Schwerstbehinderten zu enthospitalisieren und zu vermenschlichen. Punkt. Die spd im Gewandt einer Fratze!