Kritik am Teilhabegesetz in der tagesschau
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: ARD
Berlin (kobinet) Die Kritik am Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes hat mittlerweile auch die tagesschau erreicht. Diese berichtete gestern Abend in einem 2minütigen Bericht von Tamara Anthony u.a. am Beispiel von Nancy Poser vom Forum behinderter JuristInnen, dass der vorgelegte Referentenentwurf viel zu kurz gesprungen und immer noch im Fürsorgedenken verhaftet ist.
Link zum Bericht in der tagesschau
Link zu HIntergrundinformationen und einem Audiobericht auf der Internetseite der tagesschau

Von MatthiasKeitzer
Und Gehörlose, Ertaubte sowie von Geburt an hochgradig Schwerhörige bleiben wieder aussen vor!. Fühlen uns von "unseren" Verbänden verraten!!
Fast 30000 Unterstützerinnen der Petitionen
https://www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt
https://www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt-2
haben große Hoffnung auf das neue Bundesteilhabegesetz gesetzt und sind maßlos enttäuscht!
Man möge sich nochmal des weltweit bekannten Zitats der taubblinden US-Schriftstellerin Helen Keller besinnen: "Blindheit trennt von den Dingen, Taubheit von den Menschen"
Vor diesem Hintergrund ist eine Schlechterstellung TAUBER Menschen INDISKUTABEL!
Von Gisela Maubach
Bedauerlicherweise wurde auch hier wieder nicht erwähnt, dass diejenigen Assistenzleistungen, auf deren Kostenbeteiligung das Thema Bundesteilhabegesetz regelmäßig reduziert wird, überhaupt nur einem eingegrenzten Personenkreis ermöglicht werden sollen.
Und was wird aus den anderen?
Bleibt da nur die Wahl zwischen Verwahrung im Heim (auch für junge bewegungsfreudige Menschen) oder die völlige Selbstaufgabe der Eltern bis ins hohe Alter, die ihrerseits zwar keine Assistenzleistungen für ihre Kinder bekommen und aufgrund ihrer eigenen Betreuung und Pflege nur geringe Einkommensmöglichkeiten haben, aber andererseits die Assistenzleistungen der anderen auch noch mitfinanzieren sollen?
Wann wird endlich thematisiert, dass die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht von einer "Befähigung zur eigenständigen Alltagsbewältigung" abhängig sein darf?
Wenn bei der Ermöglichung des Lebens in der Gesellschaft zukünftig zwischen "fähigen" und "unfähigen" Behinderten unterschieden wird, wird das Wort Inklusion zur größten Lüge in der Behindertenpolitik . . .