Gleichstellung weiter vorantreiben

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Bild: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Vor dem Europäischen Protesttag von Menschen mit Behinderung fordert der christdemokratische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, deren Gleichstellung weiter voranzutreiben. Da der Referentenentwurf zum Bundesteilhabegesetz veröffentlicht wurde und der Entwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz kurz vor der Verabschiedung durch den Bundestag steht, so Hüppe heute in einer Pressemitteilung, würden die betroffenen Menschen jetzt ihre Forderungen nochmals deutlich formulieren, damit die Gesetze wenigsten ansatzweise der UN-Behindertenrechtskonvention entsprechen.

Hüppe erinnerte daran, dass die Fortschritte im Bereich der schulischen Inklusion in den meisten Bundesländern noch sehr gering seien. Es sei erschreckend, dass auch in der Lehrerausbildung an den Hochschulen das Thema Inklusion weder bei den Sonder- noch bei den Regelpädagogen angekommen sei.

„Die Erfahrung zeigt“, meint Hüppe, „dass Menschen, die einmal in einer Sondereinrichtung sind, ob als Kleinkind in der Schule oder im Beruf, bis an ihr Lebensende Empfänger von Sozialleistungen bleiben. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass der Protesttag und damit die Stimme der Betroffenen noch zu wesentlichen Verbesserungen in den vorliegenden Gesetzesentwürfen führt.“

Lesermeinungen zu “Gleichstellung weiter vorantreiben” (1)

Von Dagmar B

Zitat:
„Die Erfahrung zeigt“, meint Hüppe, „dass Menschen, die einmal in einer Sondereinrichtung sind, ob als Kleinkind in der Schule oder im Beruf, bis an ihr Lebensende Empfänger von Sozialleistungen bleiben. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass der Protesttag und damit die Stimme der Betroffenen noch zu wesentlichen Verbesserungen in den vorliegenden Gesetzesentwürfen führt.“

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Schade, das es keinen Link zu der Originaläußerung gibt.
Herr Hüppe kann doch nicht wirklich der Auffassung sein, das sich durch Inklusion eine Spontanheilung einstellt, durch die Menschen mit Behinderung nicht mehr auf Unterstützung und somit auf Sozialleistungen angewiesen sind.
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Stellungnahmen/Stellungnahme_des_Ausschusses_fuer_die_Rechte_von_Menschen_mit_Behinderungen_vom_4._April_2014_in_Sachen_Juliane_Groeninger_gegen_die_Bundesrepublik_Deutschland.pdf
Dieses Konzept scheint auf das medizinische Behinderungsmodell abzustellen, weil es dazu neigt, Behinderung als etwas zu betrachten, das vorübergehend ist und von daher im Laufe der Zeit "überwunden oder geheilt" werden kann. Dieses Konzept steht nicht im Einklang mit den in Artikel 3 des Übereinkommens i.V.m. Abs. i) und j) der Präambel des Übereinkommens festgelegten allgemeinen Prinzipien. ...