Fragen zur Altersarmut

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: SoVD

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) informiert und gibt in einem Video Antworten auf Fragen zur Altersarmut. Nach Einschätzung des SoVD ist in Deutschland arm, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt. "Insbesondere Frauen, Langzeitarbeitslose, Solo-Selbständige, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen tragen ein hohes Risiko", erklärt SoVD-Rentenexperte Vedran Kundacina im Video-Interview. Um das Problem langfristig anzugehen, müsste die Bundesregierung weit über das hinaus, was sie im Koalitionsvertrag bisher vereinbart hat.

Lesermeinungen zu “Fragen zur Altersarmut” (3)

Von Ralle002

möchte auch bezüglich solcher Themen wie "Grundeinkommen" oder "Altersarmut" auf meine neue Gruppe "Der neue Konkurrent des Kapitalismus heißt Kollektivismus" bei network.meine-freiheit.de aufmerksam machen. Bei Interesse bitte dort einloggen. Ich nutze diese Plattform der FDP - zumal sie besonders benutzerfreundlich ist - im Zusammenhang mit zahlreichen Recherchen bezüglich des allgemeinen Finanz-Desasters. Habe auch bei piratenpartei.de im Forum als Benutzer Ralle002 sehr viel - auch zu Behindertenthemen - recherchiert bzw. auch bei prometheusinstitut.de ergänzende Kommentare geschrieben.

Von Parteienkritiker

Da ja spätestens seit 2001 (Inkrafttreten der sog. "Rentenreform") das Rentensystem und insbesondere seit 2005 (Inkrafttreten der Hartz IV-Regelungen) das System der Grundsicherung von allen politischen Parteien bewusst gegen die Wand gefahren wird, sollten wir Menschen mit Behinderungen (und insbesondere auch die Liga Selbstvertretung!) uns bei den Initiativen für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) engagieren! In der Schweiz ist zwar kürzlich erst eine erste Volksabstimmung zu diesem Thema gescheitert - aber 23% Zustimmung in einem erzkonservaten Land will schon etwas heißen! Das Thema ist viel zu wichtig, als dass wir uns noch über Altersarmut und Modifizierungen am bestehenden Rentensystem mittels solcher doch als scheinheilig anzusehender Debatten beteiligen! Wacht auf, und schaut über den Tellerrand der "reinen" Behindertenpolitik hinaus! Die zunehmende Technisierung macht doch schon viele "Normalos" arbeitslos bzw. zu Unterbeschäftigten. Das gilt dann erst recht für die Gruppe von Menschen mit Behinderungen! Es droht die Diktatur der Arbeit (-habenden gegen die -losen)! Das Thema BGE muss auch einmal bei kobinet behandelt werden!

Von Gisela Maubach

Interessant ist, dass die Aufzählung bei den Risikogruppen mit "Frauen" beginnt und im Redebeitrag dann erklärt wird "Frauen wegen unterschiedlichen Problematiken".

Wenn anschließend dann auch noch Alleinerziehende aufgeführt werden, stellt sich die Frage, ob damit dann nur die alleinerziehenden Väter gemeint sind?

Warum werden eigentlich nie diejenigen erwähnt, die Familienmitglieder pflegen und betreuen und DESHALB in der Altersarmut landen? Ist das keine Lebensleistung?

Bei Menschen mit Behinderung, die bis zur Rente Werkstätten besuchen, ist es übrigens genau umgekehrt:

Beispiel in der Lohnabrechnung meines 29-jährigen Sohnes:

Nettoverdienst: 99,55 Euro

RV-Pseudobrutto: 2.223,00 Euro - also das 22-Fache (!) des tatsächlichen Nettoverdienstes.
Da wird er im Alter ja ein richtig reicher Mann werden . . .