Papst: Unterschiede machen uns reicher
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: Radio Vatikan
Rom (kobinet) Papst Franziskus hat vor einer Diskriminierung behinderter und kranker Menschen in der Kirche gewarnt. Bei der Audienz für die Teilnehmer der Veranstaltung zum Heiligen Jahr für die Kranken nahm er die Priester in die Pflicht, für alle da zu sein. Es könne nicht sein, dass Menschen mit Behinderung von der Kommunion und Messen ausgeschlossen seien.
Papst Franziskus ließ einem Bericht von Radio Vatikan zufolge seine vorbereitete Rede liegen und sprach frei mit den Teilnehmern, die ihm Fragen stellten. "Franziskus erinnerte an seinen Vorgänger Papst Pius X., der vor gut 100 Jahren die Erstkommunion für Kinder einführte. Damals ging man noch davon aus, dass Kinder dieses Sakrament nicht verstehen könnten. Ähnlich sei es mit den Behinderten und Kranken heute. 'Dann kannst du gleich die Kirchentüre zuschließen. Entweder alle oder keiner. Einem Priester, der sagt, er könne nicht alle aufnehmen, weil nicht alle verstehen könnten, dem sage ich: Du bist derjenige, der nicht versteht.' Ein Priester müsse den Laien, Katechisten, allen Gemeindemitgliedern helfen, zu verstehen, wie Unterschiede sich einander ergänzten. Es gelte, alle aufzunehmen. Aber vor allem, so Franziskus, sei es wichtig, zuzuhören", hießt es im Radio Vatikan.

Von Signe
Die harschen Worte des Papstes sind wohl mehr an die Genetiker/innen zu richten, die am liebsten einen genetischen einheitlichen Menschen züchteten und ja bereits dabei sind, behinderte Menschen (wie die mit Down Syndrom) auszurotten. DAS ist faschistoid! Und tödlich ausgrenzend!
Gegen die Versicherungsgesellschaften kann der Papst gleich mit vorgehen, da von diesen erst die Selektion (an Hand dubioser Kriterien) vorgenommen wird.
Dagegen sind Kirchengemeinden, die Behinderte ausgrenzen, geradezu Wohlfühl-Oasen.