Ende des Fördermoratoriums für Integrationsunternehmen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: Lebenshilfe

Hürth (kobinet) Die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen begrüßt den Beschluss des Sozialausschusses des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL), das Fördermoratorium für Integrationsunternehmen zu beenden und die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Münster auszubauen.

"Menschen mit Behinderung wird so im Raum Westfalen-Lippe eine große Chance zur Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt geschaffen", sagt der Landesvorsitzende der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen, Uwe Schummer. "Für die Lebenshilfen im Zuständigkeitsbereich des LWL ergeben sich nun wieder neue Chancen, Menschen mit Behinderung eine weitere Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen", ist Schummer überzeugt.

Integrationsunternehmen sind Betriebe des ersten Arbeitsmarktes, in denen 25 bis 50 Prozent der Mitarbeiter eine Behinderung haben. Bundesweit gilt Nordrhein-Westfalen bereits als das Bundesland mit den meisten Integrationsunternehmen. Der LWL hatte ein Fördermoratorium für diese Unternehmen ausgerufen, weil die Gelder, die er für die Integration der Menschen mit Behinderung bereitgestellt hatte, erschöpft waren. Die Bundesregierung hatte mit einem Förderprogramm dafür gesorgt, dass Integrationsunternehmen bundesweit bis 2017 mit insgesamt 150 Millionen Euro der Ausgleichsabgabe gefördert werden. Mit diesen zum 1. Mai freigewordenen zusätzlichen Mitteln, der LWL erhält daraus 15 Millionen Euro, kann dieser nun weitere Integrationsunternehmen fördern. Die Ausgleichsabgabe zahlen die Unternehmen in Deutschland, die nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Prozentsatz an Mitarbeitern mit Behinderung beschäftigen, heißt es in der Presseinformation der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen.