Vertrauen schaffen sieht anders aus

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Daumen runter
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Bild: omp

München (kobinet) In einer Pressemitteilung der Geschäftsführung und der Führungskräfte der Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke GmbH nehmen diese Stellung zum systematischen Abrechnungsbetrug bei den Krankenkassen. Vertrauen schaffen, sehe anders aus.

"Immer neue Berichte über die Betrügereien im Gesundheitswesen erreichen uns. Mal sitzen die Täter in ambulanten Pflegediensten, dann in Krankenhäusern, und jetzt sind es die niedergelassenen Ärzte. Verlieren so nicht Schritt für Schritt Leser bzw. Zuschauer jegliches Vertrauen in eine der größten Dienstleistungsbranchen in Deutschland? Nun zu erfahren, dass sich die Krankenkassen durch das Upcoding von Patienten, also das Kränker machen in Form der Einbuchung einer schlimmeren Diagnose, viel Geld erschlichen haben sollen, das schlägt dem Fass den Boden aus", heißt es in der Pressemitteilung. "Ausgerechnet die Krankenkassen, die immer wieder mit erhobenem Finger auf einen Teil der Dienstleister in der außerklinischen Intensivpflege zeigen. Gerade die Krankenkassen, die eine besonders große Verantwortung tragen, weil sie treuhänderisch die Beiträge ihrer Mitglieder verwalten und verteilen, machen bei dem 'Selbstbedienungsspiel' munter – und wie es scheint – sehr tüchtig, mit. Und immer mit Verweis auf das Patientenwohl und möglichst niedrige Beiträge? So zumindest wird es in den nun hektischen Stellungnahmen verkauft."

Es sei geradezu grotesk, dass diejenigen Menschen, die maximale Versorgung auf Grund der Schwere ihrer Erkrankung benötigen, um jeden Cent kämpfen müssen, und diejenigen, die gar nicht so krank sind, auf dem Papier kränker gemacht werden. Der mündige Bürger müsse sich langsam die Frage stellen, ob er hier nicht völlig zum Narren gehalten wird. Beitragssatzerhöhungen für die Versicherten seien schon längst geplant. Und dann erfahre man, dass ein nicht unerheblicher Teil des Geldes zu Unrecht fließt, heißt es in der Presseinformation.

"Wer nicht im System arbeitet, kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, dass man sich nach Lust und Laune an Solidargeldern bedient, ohne dass dies Konsequenzen hat. Die jetzt angestoßenen Strafermittlungen halten wir für absolut notwendig, aber wir befürchten, dass – im Unterschied zu Verfahren in der freien Wirtschaft – die Konsequenzen beileibe nicht so hart ausfallen werden. Wie können wir das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in das Gesundheitswesen wiederherstellen? Indem wir für Transparenz sorgen und keine Betrügereien mehr durchgehen lassen. Was für die Menschen zählt, sind eine kompetente und zuverlässige Behandlung und Versorgung. Dafür, und nur dafür, sind die Gelder der Versicherten da", so die Geschäftsführung und Führungskräfte der Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke GmbH, die auch den jährlichen Kongress zur Intensivpflege in München organisieren.