Verband Sonderpädagogik bestätigt Fehldiagnosen an Sonderschulen
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: WDR
Köln (kobinet) Nach der gestrigen Ausstrahlung des WDR-Films "Für dumm erklärt" in der Sendereihe Menschen hautnah hat der in Köln ansässige Verein mittendrin darauf hingewiesen, dass der Verband Sonderpädagogik (vds) bestätigt, dass es immer wieder zu Fehldiagnosen kommt und Kinder und Jugendliche an Sonderschulen unterrichtet werden, die dort nicht richtig gefördert werden können.
In Reaktion auf den gestrigen WDR-Film "Für dumm erklärt" sagt die vds-Bundesvorsitzende Angela Ehlers: "leider kommen diese Fehlurteile immer wieder vor, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung behindern und ihre Familien in dauerhafte schlimme Lagen bringen." Der Fillm hatte anhand der Beispiele von Nenad, der 11 Jahre auf einer Sonderschule "Geistige Entwicklung" verbrachte und von Marcel, der Sonderschulen für emotionale Entwicklung und für Sprachförderung durchlaufen hat, gezeigt, wie falsche Zuweisungen auf Sonderschulen Bildungskarrieren zerstören. Die vds-Vorsitzende sagt weiter in der Presseerklärung: "häufig genug muss festgestellt werden, dass eine Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf zwangsläufig dazu führt, dass auch ein solcher festgestellt wird." Sie fordert eine deutlich bessere regelmäßige Überprüfung der Diagnosen.
