Pflegebatterie im Bayerischen Wald

Veröffentlicht am von Andreas Vega

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Bild: ht

München (kobinet) In der vergangenen Sendung des Magazins quer im Bayerischen Fernsehen berichtet die Redaktion über einen skandalösen Plan eines Großinvestors im bayerischen Wald. Mit 3.500 Betten soll in einem kleinen Dorf ein XXL-Altenheim entstehen.

Eigentlich sollte man meinen, dass die Zeiten von Großeinrichtungen der Vergangenheit angehören. Mitnichten – am vergangenen Donnerstag strahlte das bayerische Fernsehen in dem Magazin quer einen Bericht über ein Megaprojekt im bayerischen Wald aus. Ein geheim gehaltener Großinvestor plant in dem kleinen Dorf Untermitterdorf im Bayerischen Wald ein Pflegeheim mit rund 3.500 Plätzen, zehnmal mehr, als der Ort Einwohner hat. Zu einem Ortstermin erschien auch die Strabag Tochter ZÜBLIN, die großes Interesse an dem Bauvorhaben hegt.

Nachdem sich die deutsche Öffentlichkeit in den letzten Jahrzehnten an Missstände und grausame Zustände in deutschen Pflegeheimen scheinbar gewöhnt hat, trauen sich nun finanzstarke Investoren solche gewinnbringende Projekte in Deutschland umzusetzen. Die UN-Behindertenrechtskonvention scheint für Senioren mit Behinderung keine Gültigkeit zu haben. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch für Menschen mit Behinderung wieder gilt: Satt und sauber auf einem grünen Hügel weit weg von der Gesellschaft.

Der Beitrag ist unter dem nachfolgenden Link zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=vhqaFurHJw8

Lesermeinungen zu “Pflegebatterie im Bayerischen Wald” (6)

Von Gonzo

welche Partei setzt sich voll und ganz für die Belange der Behinderten ein?? Wählen gehen ja! Aber eben welche Partei?? denke die Linken und Grünen sollten näher dran sein?

Von Signe

Deshalb wohl auch die Pflegebatterie, fern ab der Großstädte, damit wieder Menschen in Anstalten vorzeitig ins Jenseits befördert werden können, siehe http://taz.de/!5351154/
Titel der Veröffentlichung:
"Arzneimittelstudien mit Dementen
Es geht nicht nur um Blutproben. Der Bundestag soll nächste Woche entscheiden, ob Arzneimittel auch an nicht einwilligungsfähigen Patienten getestet werden dürfen."
Interessant und aufhorchen machend diese Aussagen:
"... Graf von Kielmansegg, Rechtsprofessor in Kiel, stellt schriftlich fest, dass gruppennützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Personen mit der Garantie der Menschenwürde vereinbar sei. Sie sei dann zulässig, erklärt der Mannheimer Juraprofessor Taupitz, wenn sie „lediglich mit einem minimalen Risiko oder einer minimalen Belastung für den Betroffenen verbunden ist“. ..." Demnach nehmen Taupitz und Kielmansegg den Tod durch in der Forschung vernutzt werdend billigend in Kauf. Wenn das keine Rückkehr zu 1933 folgende Jahre ist.
Taupitz und Kilmansegg = verkappte N*z*s?

Von Heinrich Buschmann

Warum lassen wir uns so etwas noch gefallen???

Haben 33 Millionen Wählerstimmer nicht genug geballte Kraft?

13 Millionen Menschen mit Behinderung leben in Deutschland - jeder hat Eltern, Geschwister, Freunde und Arbeitskollegen!!! Also weit über 20 Millionen VON Behinderung betroffener Menschen - eben min. 33 Millionen!!!

Die werden alle mal alt, gebrechlich oder eben behindert.....

Niemand wünscht sich das - aber eine Garantie für ein unbeschwertes, unbehandeltes Leben gibt es nicht!

13 Millionen wissen es schon!!! Ertragen die grausame Last dieser Regierung!!! Tragt diese Last weiter - erzählt Eurem Umfeld davon - werdet Botschafter - klärt die Noch-Nichtbehinderten auf was ihnen blüht, wenn sie in unserer Welt leben müssen.........

Geht in die sozialen Netzwerke - macht Stimmung gegen diese Politik.

Laut und über deutlich!!!!

Immer wieder erlebe ich, wie sehr das Thema tabuisiert wird!! Niemand will es wissen - aber wehe wenn.....dann fließen dicke Tränen - nur - dann ist es zu spät!!!

Wehrt Euch - werdet Laut - macht Stimmung gegen diese grausame Politik. Meine Stimme werde ich nur denen geben, die MEINE Interessen in die Tat umsetzen und nicht nur schöne Worte in heiße Lift umwandeln.
liebe Grüße
Heinrich Buschmann
IDM-Stiftung


Von Signe

Deshalb ja die Pflegebatterie, wie Claus Fussek in der Doku sagt: "... eine Legebatterie ... Endlagerung ... Entsorgung alter Menschen ..."
Übrigens: Was sagt denn die Schwerbehindertenvertretung, was sagt der Betriebsrat von Züblin und von der Strabag Ag, die als Bauherren bereits im Ort vorstellig geworden sind?

Von Signe

Schwer bedenklich die entseelte Aussage desTrendforschers Harry Gatterer, Wien.

Von Signe

Das passt schon zusammen: BundesNICHT-Teilhabegesetz und die begehrliche Verwertung von Menschen in der so genannten Forschung.
Das Jahr 1933 ist offensichtlich nicht mehr weit.
Der Adel hatte 1933 mit den Faschisten intensiv zusammengeschustert, wenn man von den Wenigen Personen des 20. Juli 1944 absieht, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Personen_des_20._Juli_1944.
Jetzt lässt sich auch erahnen, weshalb nun plötzlich Behinderte nur noch in Grüppchen ausgehen sollen dürfen.
Ein gesellschaftlich-moralischer-politischer Rückschritt in den Anfang des 20. Jahrhunderts. Und gesellschaftlich so gewollt, da Schäuble auf den Penunzen sitzt und niemand von der Regierung ernsthaft Behinderte will. Weder die spd, noch die cdu, noch die grünen.
Vielleicht ist es eine mehr als gute Idee (die Betonung liegt auf der Sache der Idee), dass sich die Behinderten von der Pflegeindustrie emanzipieren und eigene, auch finanziell vom Staat entkoppelte Assistenzvereine bemühen und diese errichten und betreiben(?)
Das gilt auch für die Senior/innen landauf, landab.