Öffentliche Anhörung beendet
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: ht
Berlin (kobinet) Die öffentliche Anhörung zum umstrittenen Bundesteilhabegesetz im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Bundestages ist heute nach mehr als zwei Stunden beendet worden. Die Ausschussvorsitzende Kerstin Griese (SPD) würdigte das starke Interesse der Öffentlichkeit und teilte mit, dass 100 Besucherinnen und Besucher die Experten-Anhörung vor einer Videowand im Paul-Löbe-Haus verfolgt haben. Sie bedauerte, dass bei der Übertragung der Veranstaltung im Internet die Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache "nicht geklappt" hat.

Von Lesebrille
@ Gonzo: Der Theater-/Filmtitel war schon vor dreissig Jahren gruselig und ist es heute nicht minder.
Weil, um beim Film zu bleiben, Menschen Menschen diskriminierten ist Gott schuld? Oder ist er schuld daran, dass Menschen nicht hören können? Letzteres würde bedeuten, eine Sinnesbehinderung sei ein Makel! Ist das Ihre Meinung?
Und um bei gestern zu bleiben: dass der Übertragung die DolmetscherInneneinblendung fehlt, war in diesem Falle nicht beabsichtigt und ebensowenig eine Folge von Ignoranz. Im Gegenteil, sie wurde mit Einblendung in Auftrag gegeben. Was die Gründe des Fehlens sind, ist nicht klar, aber genau aus diesem Grunde ist, wie Frau Maubach schon sagt, das Protokoll zum Nachlesen da.
Von Gisela Maubach
@ signMedia
Die Ausschussvorsitzende Kerstin Griese hatte gesagt, dass die Anhörung morgen als Protokoll zur Verfügung stehen würde.
Von signMedia
Und nun ?? ...
Können die Menschen mit Hörbehinderung die Anhörung nachträglich ansehen?
Wenn nicht, wie können sie dann mitreden?
Sehe es als Menschenrechtsverletzung an, da Menschen mit Hörbehinderung kein Informationen erhalten ....
Von Gisela Maubach
Es stellt sich zudem die Frage, warum da mehrere Werkstatt-Vertreter (bzw. Träger von Werkstätten) die Interessen derer vertreten, die für ihre eigenen Sondereinrichtungen benötigt werden.
Kann das BMAS bei dieser Beteiligung wirkliche Inklusionsbemühungen erwarten?
Aber der absolute Knüller war der Herr Heimisch vom Deutschen Verein, der da erklärt, dass der Deutsche Verein sich zu Rechten von Schwerbehindertenvertretungen nicht positioniert hat - und wenn er nun dazu befragt wird, tatsächlich antwortet, dass er es bei dieser Nichtpositionierung "belassen" will.
Und ich hatte bisher immer gedacht, dass der Sinn einer Anhörung gerade darin besteht, die eigene Position vorbringen zu können . . .
Von Gonzo
...Gottes vergessene Kinder eben!!
Von Gisela Maubach
Nun habe ich mir die gesamte "Anhörung" im Parlamentsfernsehen angeschaut und aufmerksam zugehört.
Und als Mutter eines geistig schwerstbehinderten Menschen habe ich am Ende den Eindruck, dass man die Existenz von Menschen, die behinderungsbedingt nicht arbeitsfähig sind, bisher noch gar nicht wahrgenommen hat.
Wenn der Rechtsstatus "dauerhaft voll erwerbsgemindert" ausschließlich für ein Rückkehrrecht in eine WfbM Bedeutung haben soll, dann stellt sich doch die Frage, ob Menschen mit einer tatsächlichen Erwerbsunmöglichkeit denn keine anderen Bedarfe in ihrem Leben haben . . .
Von Dr. Theben
Keine Gebärdensprache bei Internetübertragung (!?): DA FEHLEN EINEM DIE WORTE.....!
DR. Martin Theben