Inklusion im Klassenzimmer

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: fab

Kassel (kobinet) "Inklusion im Klassenzimmer", lautet der Titel einer Veranstaltung des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) mit Film und Diskussion mit einer Inklusionsschülerin aus Kassel, die am 17. November um 19.00 Uhr im freiRAUM, Samuel-Beckett-Anlage 6, in Kassel stattfindet.

"Auf einer Förderschule wäre David morgens um 7 aus der Tür und käme abends nach Hause. Und wenn ich am Wochenende mit ihm rausgehen würde, würden ihn alle angucken wie ein Alien und sich denken: Wo kommt der denn jetzt her?" Diese Bedenken äußert die Mutter Anna Lingscheid aus Köln im Dokumentarfilm: "Inklusion im Klassenzimmer". Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung ist ein Anspruch, dem Schulen auf unterschiedliche Weise begegnen. Dieser Dokumentarfilm zeigt wie mit verschiedenen Behinderungen umgegangen wird. Dabei spielt der Umgang mit Stärken und Schwächen, die alle Mitglieder in eine inklusive Lerngruppe einbringen eine besondere Rolle, heißt es in der Veranstaltungsankündigung.

Anhand von drei Gesamtschulen werden unterschiedliche Modelle und Erfahrungen von "gemeinsamen Lernen" vorgestellt. Diese Schulen machen Mut, dass nicht nur die Herausforderungen des gemeinsamen Lernens gelingen können, sondern Inklusion der Motor für eine moderne Schulentwicklung ist. So gewinnen alle. In der anschließenden Diskussion bringt Begüm Selcuc ihre Erfahrungen als Inklusionsschülerin auf der "Offenen Schule Waldau" ein und steht für Fragen zur Verfügung.

Lesermeinungen zu “Inklusion im Klassenzimmer” (3)

Von Uwe Heineker

@ Dagmar,

nein, diese ganze Diskussion gibt's schon seit 1973 (!!!): http://nibis.ni.schule.de/~infosos/bildungsrat_1973.htm

Von nurhessen

@ Dagmar B.

Ja, es sind tatsächlich über 30 Jahre her, dass das Thema „Integration“/Inklusion Behinderter in den einzelnen Bundesländern in LAG‘ s (Landesarbeitsgemeinschaften) diskutiert und angestoßen wurde. Man wurde damals vertröstet, man investiere für die zukünftige Generation. Und heute: Man kramt die alten/neuen Argumente „wer soll das bezahlen“ hervor.

Von Dagmar B

Es ist schon erstaunlich, das nach mehr als 30 Jahren Bemühungen um Integration oder Inklusion immer noch einzelne Leuchtturmprojekte Mut machen sollen.
So wird das nix !!!

Dazu interessant:

http://www1.wdr.de/nachrichten/klage-gegen-inklusion-verhandelt-100.html


Die nordrhein-westfälischen Verfassungsrichter verhandeln im Dezember über die Klage zahlreicher Städte gegen die vom Land verordnete Inklusion an Schulen. Das teilte der Verfassungsgerichtshof in Münster am Dienstag (15.11.2016) mit.

Viele Kommunen sehen in der Verpflichtung zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülern einen Verstoß gegen das Recht der Gemeinden auf Selbstverwaltung. Sie bemängeln insbesondere, dass das Land die verfassungsrechtlichen Vorschriften für einen finanziellen Ausgleich der Kosten nicht beachtet habe.