Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Bild: sch

Berlin (kobinet) Der Koalitionsvertrag der künftigen Landesregierung in Berlin liegt jetzt vor. Der Vertrag von Rot-Rot-Grün muss von den Mitgliedern der jeweiligen Parteien noch gebilligt werden. Martin Theben schrieb für kobinet eine erste Zusammenfassung und ging auf eine Reihe von behindertenpolitischen Verheißungen ein: Bis zum Schuljahr 2020/21 sollen 36 inklusive Schwerpunktschulen eingerichtet werden. Die Koalition will auch die Vorraussetzungen dafür schaffen, dass der Haushaltsvorbehalt im Schulgesetz gestrichen wird., der die bedingungslose flächendeckende Inklusion bisher hemmt

Die Bauordnung soll u.a. mit dem Ziel geändert werden, mehr Barrierefreiheit bei öffentlichen Bauten zu gewährleisten. Der Ausbau des barrierefreien Nahverkehrs wird durch entsprechende Haltestellen für Strassenbahnen, die Einführung sprechender Busse oder eine Förderung für das sogenannte Inklusionstaxi vorangetrieben.

Im Koalitionsvertrag wird auch ein neues Landesantidiskriminierungsgesetz erwähnt. Es soll die Diskriminierung aufgrund der Behinderung sanktionieren und ein Verbandsklagerecht einführen.

Auf Landesebene soll das Budget für Arbeit eingeführt werden; einen Rechtsanspruch sieht auch der Entwurf des Bundesteilhabegesetz vor. Das Persönliche Budget soll im Zusammenarbeit mit den Betroffenen ausgeweitet werden.

Dies mal eine erste Zusammenfassung die nicht vollständig ist. Konkrete Bezüge zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention durch ein Artikelgesetz konnte ich nach erster Draufsicht nicht entdecken.

Künftig wird es eine Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales geben. Als neue Senatorin wird die behindertenpolitische Sprechern der Linken, Elke Breitenbach, in mehreren Presseartikeln gehandelt.

Lesermeinungen zu “Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün” (1)

Von Dr. Theben

Nun ist es offiziell: Wie der RBB berichtet, hat der Berliner Landesverband Elke Breitenbach für das Amt der Senatorin für Arbeit und Soziales nominiert. Elke Breitenbach war in der letzten Legislaturperiode behindertenpolitische Sprecherin der Linkenfraktion im Abgeordnetenhaus. Mit kritischen Anfragen, etwa zur Effizienz der Senatsarbeitsgruppen, legte sie immer wieder die Schwächen der Großen Koalition offen. Ihre Nominierung ist ein großer Hoffnungsschimmer für eine echte inklusive Politik in Berlin
https://www.rbb-online.de/politik/wahl/berlin/agh/berlin-regierung-buergermeister-senatoren.html

DR. Martin Theben