Alternative zur Deutschen Bahn mit Einschränkungen
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: domain public
Marburg/Lahn (kobinet) Seit kurzem gibt es auf der Strecke Stuttgart – Berlin ein neues Schienenunternehmen: locomore. Zur Zeit wird von dem Crowdfunding-Unternehmen allerdings nur ein Zug auf der angegebenen Strecke eingesetzt; bei Erfolg sollen weitere Strecken und Züge folgen. Und auch für behinderte Menschen gibt es noch Einschränkungen. Darauf hat Ottmar Amm aus Marburg hingewiesen.
Der Zug beginnt seine Fahrt in Stuttgart Hbf um 06:21 Uhr und fährt über Vaihingen (Enz), Heidelberg, Darmstadt, Frankfurt-Süd, Hanau, Fulda, Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hannover Hbf, Wolfsburg, Berlin Zoo, Berlin Hauptbahnhof, Berlin Ostbahnhof bis nach Berlin Lichtenberg, wo er um 13:32 Uhr ankommt. Die Rückfahrt erfolgt ab Lichtenberg um 14:28 und erreicht Stuttgart um 21:20 Uhr. Die Fahrtzeit ist damit in etwa nur 30 Minuten länger als mit dem ICE. Was ihn aber viel interessanter macht, sind die Ticketpreise: Für die einfache Fahrt von Stuttgart nach Berlin bezahlt man für ein Ticket, je nach Datum und Wochentag der Fahrt, zwischen 22 und 65 Euro.
Im Wagen 5 befindet sich ein Stellplatz für einen Rollstuhl; die Einstiegshilfe muss allerdings bei Buchung zusätzlich angemeldet werden. Die Begleitperson wird, analog zur Bahn, kostenlos befördert, wenn das Merkzeichen B im Behindertenausweis vermerkt ist. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Da die Breite der Einstiegstür des Wagens bauartbedingt nur 72 cm beträgt, ist die Reise mit dem E-Rolli wohl nicht möglich. Die Bewegungsfreiheit im Wagen sei ansonsten ausreichend (zumindest soweit auf dem Plan erkennbar) und das Behinderten-WC ist dort auch untergebracht.
Alle näheren Angaben über Preise, Fahrtzeiten, Buchungsmöglichkeiten usw. gibt's im Internet unter https://locomore.com/de/angebot/.

Von Christina
Bordverpflegung - Bio oder FairTrade - warum nicht beides ???
Und wiedermal WLAN - Elektro(funk)sensible müssen draussen bleiben ...
Von Trudi Kindl
Was die Preise dieses Unternehmens betrifft, so muss man seine Fahrkarte möglichst früh kaufen, damit sie billig ist. Je später man sich also entscheidet, mit diesem neuen Bahnwerk zu fahren, desto teurer wird die Sache, und wenn der Zug ausgebucht ist, hat man offensichtlich Pech gehabt.
Frohe Weihnachten wünscht Trudi Kindl