EU-Parlament beschließt Gleichstellung der Gebärdensprache
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
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Brüssel (kobinet) Für gehörlose und hörgeschädigte Menschen markiert die am 23. November 2016 verabschiedete Resolution des Europäischen Parlaments einen bedeutenden Schritt: erstmals werden von einem EU-Organ nationale und regionale Gebärdensprachen mit den Laut-Sprachen der Mitgliedsländer auf eine Ebene gestellt. Auf diesen historischen Beschluss für hörgeschädigte Menschen hat Carola Szymanowicz die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht und hofft, dass dieser Rückenwind von der EU auch Auswirkungen auf die Verbesserung der Situation gehörloser Menschen in Deutschland hat.
"Um den Bedarf an professionellen Gebärdensprachdolmetschern zu decken, regt die Resolution eine Reihe von Maßnahmen zur Professionalisierung und Qualitätssicherung an. Dazu zählt zusammen mit einer offiziellen Anerkennung des Berufs 'Gebärdensprachdolmetscher' auch die Ausbildung im Gebärdensprachdolmetschen an Universitäten und anerkannten Ausbildungsinstituten, wie es für Konferenzdolmetscher Standard ist. Zusätzlich werden eine offizielle Akkreditierung und ein System zur Qualitätskontrolle vorgeschlagen sowie auf die Notwendigkeit der Bereitstellung von ausreichenden Mitteln für die Ausbildung und Beschäftigung von Gebärdensprachdolmetschern hingewiesen", heißt es auf der Internetseite des Internationalen Verbandes der Konferenzdolmetscher (aiic Deutschland).
