Veranstaltung zum Teilhabegesetz in Nürnberg
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: ht
Nürnberg (kobinet) Vertreter verschiedener Behinderten-Verbände hatten zu einem Treffen nach Nürnberg geladen, um sich über die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes auszutauschen. "Das Interesse war so groß wie die Unsicherheit. 'Es ist vieles noch unklar, was sich auf die Lebensbedingungen der Betroffenen auswirken wird', sagte Thomas Bannasch von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe in Bayern. Betroffene sollen und wollen ihre Sicht der Dinge in die Beratungen einbringen", heißt es einem Bericht des Bayerischen Rundfunks über die Veranstaltung.

Von kirsti
Zitat:
„Neu im Teilhabe-Gesetz ist eine veränderte Sicht auf den Menschen: Weg von der Fürsorge, hin zu möglichst gleichberechtigter Teilhabe am Leben. Die Behinderung soll nicht mehr als Makel betrachtet werden.“
Ja, wo leben wir denn „die Behinderung nicht mehr … Makel…“.,
„weg von der Fürsorge hin zu möglichst gleichberechtigter Teilhabe am Leben.“!!! – Ja, das dritte Reich haben wir gerade hinter uns gelassen und befinden uns nun geradewegs auf dem Weg zur Inklusion! Schöne neue Welt.
Von Behindert_im_System
Auszug aus dem Beitrag des BR vom 01.02.2018
Treffen in Nürnberg
Vertreter verschiedener Behinderten-Verbände hatten zu einem Treffen nach Nürnberg (01.02.18) geladen. Das Interesse war so groß wie die Unsicherheit. "Es ist vieles noch unklar, was sich auf die Lebensbedingungen der Betroffenen auswirken wird," sagte Thomas Bannasch von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe in Bayern. Betroffene sollen und wollen ihre Sicht der Dinge in die Beratungen einbringen.
Künftig nur noch ein Ansprechpartner
Neu im Teilhabe-Gesetz ist eine veränderte Sicht auf den Menschen: Weg von der Fürsorge, hin zu möglichst gleichberechtigter Teilhabe am Leben. Die Behinderung soll nicht mehr als Makel betrachtet werden. Und was ein Mensch zum Leben braucht, soll individuell auf jeden persönlich abgestimmt werden. Dafür sind künftig die Bezirke zuständig. "Es kommt künftig alles aus einer Hand", sagt Mittelfrankens Bezirkstagspräsident Richard Bartsch (CSU). "Damit muss niemand mehr wie der Buchbinder Wanninger von einer Stelle zur anderen geschickt wird. Der Bezirk Mittelfranken ist für alle in Mittelfranken zuständig."
Anmerkung:
So manches wäre glaubwürdiger zu vermitteln gewesen, wenn die Mitarbeiter oder Leitungskräfte der Abteilung, welche für die neuen Aufgaben, die eigentlich beim Bezirk Mittelfranken keine sind da man seit Jahren nach einem Modularen System arbeitet, den interessierenden Teilnehmern der Veranstaltung Rede und Antwort gestanden hätten. Aus der Sicht der Politik welche durch den Bezirkstagspräsidenten Herrn Richard Bartsch vertreten und erörtert wurde ging nicht hervor, ob sich auch auf das gesprochene Wort verlassen werden kann, denn die zurückliegenden Jahre zeigten nicht selten, dass die Theorie und Praxis sehr große Unterschiede verdeutlicht.