Rückschritt in der schulischen Inklusion
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: SPD Niedersachsen
Hannover (kobinet) Das „Bündnis für Inklusive Bildung" in Niedersachsen warnt heute davor, dass die Landesregierung mit der Änderung des Schulgesetzes einen Rückschritt in der schulischen Inklusion plant. "In ihrem Wahlprogramm hat die SPD noch versprochen, die inklusive Schule werde ausgebaut. Mit Wut und Enttäuschung muss das Bündnis nun zur Kenntnis nehmen, dass der Koalitionspartner SPD sich nicht durchsetzen konnte und als erste Initiative die schulische Inklusion in Niedersachsen zurückdrehen will. Und das, obwohl sie die stärkste Fraktion ist", wird in einer Presseerklärung betont.
Statt den inklusiven Schulen verlässliche Rahmenbedingungen zu geben, verursache die neue Landesregierung zusätzliches Chaos und sorgt für Frust und Resignation bei den Betroffenen. So werde etwa Förderschullehrkräften weiterhin die Zuordnung zu einer Regelschule verwehrt. Das führe dazu, dass sie weder der einen noch der anderen Schule zugehörig sind. Das Bündnis appelliert an die Landesregierung, das Rad nicht zurückzudrehen: "Schulen brauchen Unterstützung bei der Schul- und Personalentwicklung, damit der Prozess gelingen kann. Die Verwirklichung des Menschenrechts auf inklusive Bildung darf nicht noch weiter aufgeschoben werden."

Von soulsister
Die politische Diskussion u. Schulische Inklusion lässt keinen Raum fűr Optimismus. Im Gegenteil, die Fortschritte sollen zurűck genommen werden. Dabei geht es bei Inklusion um Menschenrechte, da gibt es keinen parteipolitischen Verhandlungsspielraum. Ich bin empört wie MenschenRechte zur Verhandlungsmasse in einer parteipolitischen Schlacht gemacht werden. Das hat keiner der Betroffenen verdient. Entwicklung muß nach vorne ausgerichtet sein und darf nicht im Gestern oder Vorgestern verharren