Protesttag in Berlin auf neuer Route

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Plakat von der Protesttagsdemo
Plakat von der Protesttagsdemo
Bild: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Die Berliner Demonstration am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung startete heute erstmals nicht im Regierungsviertel. Etwa 700 Personen waren zum Nollendorfplatz gekommen, wo die Demo ihren Anfang nahm. Weitere Menschen schlossen sich dem Zug zum Breitscheidplatz an. Hier fand in diesem Jahr die Kundgebung unter dem von der Aktion Mensch ausgegebenen Motto "Inklusion von  Anfang an" statt. Zur Eröffnung sprachen Ulrich Schneider und Marcus Graubner.

Schneider ist Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverband, Graubner der neue Vorsitzende des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland. Der kommunal politisch aktive 51-jährige Christdemokrat aus Tangerhütte hatte erst kürzlich den Vorsitz von Ilja Seifert übernommen, der sich wieder um Sitz und Stimme im Parteivorstand der Linken bewirbt.

Wie in Bayern und anderen  Bundesländern stand auch am Berliner Protesttag die Forderung an die Politik im Vordergrund, endlich auch die Privatwirtschaft zu verpflichten, mehr barrierefreie Güter und Dienstleistungen zu bieten. Bezahlbare barrierefreie Wohnungen sind in Berlin wie in anderen Städten Mangelware. Barrierefreiheit müsse als Menschenrecht begriffen werden, das nicht länger verletzt werden darf. 

Demonstrationszug
Der Demonstrationszug setzt sich am Nollendorfplatz in Bewegung; Bild: Rolf Barthel

Demonstrationszug
Demo mit Plakat "Menschenrechte jetzt erstreiten"; Bild: Rolf Barthel

Demonstrationszug
Mitten im Demonstrationszug; Bild: Rolf Barthel

Demonstrationszug
Verschiedene Gruppen und Vereine sind dabei, hier Mina e.V.; Bild: Rolf Barthel

Demonstrationszug
Auf dem Breitscheidplatz; Bild: Rolf Barthel

Demonstrationszug
Vor der Tribühne; Bild: Rolf Barthel

Lesermeinungen zu “Protesttag in Berlin auf neuer Route” (5)

Von Daniela von Raffay

Tolle Fotos! Danke Rolf Barthel

Von Dr. Theben

gemeint ist ab Minute 9.54...

DR. Theben

Von Dr. Theben

Na ja, es ist immer leicht zu meckern und unenndlich schwerer,selbst etwas auf die Beine zu stellen. Vergessen sollte man nicht, daß beim BBV und anderen Organisationen keine hochbezahlten Funktionäre, sondern ehrenamtlich tätige am Werk sind. Und sicher ist nach den kraftzeehrenden Protesten gegen das BTHG ein wenig die Luft raus. Aber der Aufruf vermittelte eine klare politische Forderung: Auch Private sollen zu mehr Barrierefreiheit verpflichtet werden können!

Zum Schluss eine Reminiszens an den verstorbenen ehemaligen stellvertretenen Vorsitzenden des BBV e.V. Horst Lemke. Um vor 20 Jahren gegen die Nichtzugänglichkeit des Rathauses Lichtenberg zu protestieren,gab er seinen Antrag mittels Hubliftkran durchs Fenster ab. Hier der Link zum Bericht der Tageschau ab 9.54 Uhr.
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-399321.html


Herzliche Grüße Dr. Martin Theben

Von TN

Dem von Herrn Krech anbemerkten Witz des Demonstrierens komme ich nicht umhin zuzustimmen.
Aber solches 'Witziges' konnte im Vorfeld der Demonstration bereits gelesen werden, auf der Homepage des Berliner Behindertenverbandes.
Das Dilletantische, was da (im Namen der genannten Demonstration) einem vermittelt / geboten wurde, hielt gewiss Leute davon ab zu demonstrieren.
Eher vermittelt wurde vorab Einerseits Geschrei ohne inhaltliche Substanz und Andererseits ein sich maßloses Überheben, was die eigenen Kräfte und das eigene Vermögen, die Demonstration zu organisieren, anbelangt(e).
Es war doch eher ein Rudern in der Luft, das Schlagen in Wattebällchen.
Die Presse (Tagesspiegel, Die Zeit und so weiter) haben übrigens nicht ein Jota von der Demonstration berichtet. Wundert das niemanden (außer mich)?

Von Jan Krech

Es waren wieder viele Mensch in Berlin auf der Straße. Es hätten aber deutlich mehr Menschen seinen können. Daher die Frage an die Organisatoren der Demo in Berin.

Die BVG hat auch überwiegend nicht barrierefreie U Bahnen auf der U 2 eingestzt. Dies hatte für manche Teilnehmer die Anreise zusätzlich erschwert. Warum kann man sich hier als Veranstalter nicht mit der BVG in Verbindung setzen?

Warum wurden die Demo nur geradeaus über die Kleiststraße geführt Das sagt doch der Gesellschaft und der Politik das doch alles in Butter ist was die Umsetzung der UN.-BRK angeht.

Das ist in Deutschland mit nichten So!!!

Daher schlage ich Unbedingt für nächstes Jahr über eine neue Route von Ost Berlin über Mitte nach West Berlin vor

Sonst sind solche Demos echt eine Witzveranstaltung und in meinen Augen den Aufwand für jeden Einzelnden nicht wert.
Es waren wieder viele Mensch in Berlin auf der Straße. Es hätten aber deutlich mehr Menschen seinen können. Daher die Frage an die Organisatoren der Demo in Berin.

Die BVG hat auch überwiegend nicht barrierefreie U Bahnen auf der U 2 eingestzt. Dies hatte für manche Telnehmer die Anreise zusätzlich erschwert. Warum kann man sich hier als Veranstalter nicht mit der BVG kurzschließen?

Warum wurden die Demo nur geradeaus über die Kleiststraße geführt Das sagt doch der Gesellschaft und der Politik das doch alles in Butter ist was die Umsetzung der UN.-BRK angeht.

Das ist in Deutschland mit nichten So!!!

Daher schlage ich Unbedingt für nächstes Jahr über eine Route von Ost Berlin über Mitte nach West Berlin vor

Sonst sind solche Demos echt eine Witzveranstaltung und in Meinen Augen den Aufwand für jeden Einzelnden nicht wert.