1000 feiern Inklusions-Sportfest
Veröffentlicht am von Hartmut Smikac
Bild: Dorothée Krätzer
Schwarzenbruck (kobinet) Bereits zum sechsten Mal hatte das Berufsbildungswerk Rummelsberg (BBW) zusammen mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. (BVS) zu diesem besonderen Sportfest am Schuljahresende eingeladen.
„Ein tolles Konzept“, findet Lehrerin Uli Fischer vom Sonderpädagogischen Förderzentrum in Altdorf. Denn beim Inklusions-Sportfest begegnen sich Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung, probieren sich und ihre Fertigkeiten spielerisch und ohne Druck aus.
Bei schönstem Sommerwetter tummelten sich mehr als 1000 Kinder und Jugendliche aus zwölf Schulen mit ihren Lehrkräften auf dem Gelände, inklusive der BBW-Mitarbeitenden. Sie erlebten ein Bilderbuch-Sportfest, das mit seinen 44 Stationen zum Erproben und Kräftemessen einlud. Darunter vieles, was nicht so alltäglich ist, beispielsweise „Kerlido“, das Dietmar Kleinert, ehemaliger BBW-Schulleiter und Mitinitiator der Veranstaltung, für sich entdeckte. Oder Hockey, Humankicker, Streetball, Balancieren auf Slackbars, Bogenschießen, Rhönrad, Roll-Fietz, T-Wall, Rollstuhlparcours und vieles mehr. Organisiert vom Vorbereitungsteam um Sportlehrer Uli Nüßlein, konnte jede Gruppe die unterschiedlichsten Sportarten ohne Wartezeit testen.
Viele Schulen besuchen das Inklusions-Sportfest seit Jahren – etwa die Grundschulen Schwarzachtal und Heuchling oder das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte Nürnberg. „Ich habe schon zweimal gehalten“ – Leonie ist stolze Torfrau beim Feldhockey. Andere schießen lieber selbst aufs Tor, beispielsweise gegen einen Landesliga-Fußballtorwart wie Andreas Sponsel vom 1. SC Feucht. Gut gelaunt lässt sich dieser von den kleinen und großen Torschützen verladen und hechtet nach den Bällen.
Auch in diesem Jahr war das Inklusions-Sportfest eine Veranstaltung, bei der alle Schülerinnen und Schüler mit einem Lächeln vom Sportplatz gehen konnten. Denn bei den einzelnen Stationen kam es nicht nur auf das sportliche Geschick, sondern auch auf den Teamgeist der Mannschaften an.
