Wolfgang Prinz erhält Hilfen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Daumen hoch
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Bild: omp

Tübingen (kobinet) Wolfgang Prinz, der seit einer Operation in einem Tübinger Altenheim leben muss, hatte Erfolg mit seiner Androhung eines Hungerstreiks und bedankt sich bei all denjenigen, die unterstützt haben. Letzte Woche wurde endlich der von ihm geforderte Gesamtplan erstellt, so dass er nun die Möglichkeit hat, aus dem Altenheim auszuziehen, wenn er eine passende und finanzierbare Wohnung findet.

"Mein Offener Brief an die Bezirksrätinnen des Bezirk Schwaben hat erstaunlich schnell Früchte getragen. Als erster meldete sich der Behindertenbeauftragte des Bezirks Herr Thumser bei mir, als zweites Bezirksrätin Frau Renate Deniffel. Daraufhin ging alles sehr schnell. Am 3.9.14 fand bereits ein Hilfeplangespräch in Tübingen statt, zu dem zwei Sozialarbeiterinnen aus Augsburg angereist kamen. Mit diesem Gespräch und den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Ich darf mir eine betreute Wohnung bis zu 553 Euro Miethöhe und höchstens 60 Quadratmeter Größe suchen. Das ist zwar eine Einschränkung, die mich zu monatelangem Warten verdonnern wird, aber es ist
machbar. Ich bekomme für die Erstausstattung meiner Wohnung 1.500 Euro. Auch nicht üppig, aber besser als
nichts. Assistenzdienste wurden entsprechend meinem Pflegebedarf geklärt. Also, ich bin zufrieden. Danke an alle, die sich für mich eingesetzt haben", schrieb Wolfgang Prinz an die kobinet-nachrichten.

Lesermeinungen zu “Wolfgang Prinz erhält Hilfen” (6)

Von Beamtenschreck


Korrektur zum Beitrag.

Natürlich gibt es immer Lösungen, aber dann sollte Theorie und Praxis im Einklang stehen.

Hatte den Satz versehentlich nicht fertig geschrieben.


Von Beamtenschreck

Hallo Gerti,

wenn meine Gedanken nicht verstanden werden, dann tut es mir leid, aber man soll nicht immer von wenn hätte und aber reden, sondern abwarten wie es dem Wolfgang in Zukunft geht, denn er wird uns bestimmt berichten. Natürlich gibt es immer Lösungen, aber dann sollte Theorie und Praxis im Einklang.

Natürlich ziehe ich den Beitrag zurück, wenn ich den Eindruck erweckt habe der Selbstbestimmung, Steine in den Weg gelegt zu haben.

der Beamtenschreck

Von Gerti

@ Beamtenschreck

Meine Frage ist nun, weshalb alten Menschen, die Assistenz benötigen, nun eine Anstalt und ein Leben in dieser von Ihnen zugemutet wird? In meinen Augen ist das ein Widerspruch.

Für alte Menschen gibt es Wohngruppen, wenn es gar nciht mehr anders geht oder auch ein Budget, mit dem Menschen nach Hause kommen, um den älteren und alten Menschen Gesellschaft zu leisten und diese und jene Arbeit im Haushalt verrichten.

Von Beamtenschreck

Hallo Gerti,

erstens kenne ich die Einrichtung nicht in welcher sich der Wolfgang befindet und zweitens ist ab einem bestimmten Alter für manche Menschen eine Aufnahme in ein Seniorenheim unumgänglich. Es wird oftmals von Ärzten angeraten wenn keine Angehörigen da sind in ein Seniorenheim zu gehen. Mein Kommentar sollte nicht so verstanden werden, dass für eine Wohnung wie sie der Wolfgang benötigt, jetzt jemand anderes in ein Heim ziehen soll.

der Beamtenschreck

Von Gerti

@ Bematenschreck

Hallo Beamtenschreck,
bitte, können Sie den (meiner Meinung nach) Widerspruch auflösen:
Dem Einen wird von Ihnen der Weg in die Freiheit (aus der Verwahrung heraus) gegönnt, indem von Ihnen darauf gewartet wird, dass ein Anderer in die Verwahrung kommt und dessen Wohnung von dem in die Freiheit Entlassenen übernommen wird?
Weshalb soll Einer für den Anderen schmoren? Das will mir nicht einleuchten.

Von Beamtenschreck


Hallo Wolfgang,

möchte Dir zu dem Erfolg aus Mittelfranken gratulieren und mit den besten Wünschen für die Zukunft Dir alles gute wünschen.

Noch ein kleiner Hinweis am Rande, wo Du nun den Zug auf die Strecke gebracht hast, könntest Du vielleicht mit dem Sozialdienst deiner momentanen Einrichtung reden, ob die Dir
nicht behilflich sein könnten, wenn eventuell neue Bewohner zur Aufnahme kommen und Du dann mit deren Hilfe vielleicht bei entsprechender Möglichkeit die leer werdende Wohnung übernehmen könntest. Natürlich müsste dann zu deiner Behinderung auch dass entsprechende gesichert sein. Fahrstuhl etc. Weiterhin gibt es auch auf diesem Weg immer die Möglichkeit, Hausrat etc. zu übernehmen sofern es noch in einem relativ gutem Zustand ist.
Sozialarbeiter einzelner Einrichtungen kennen sich untereinander und so wäre bestimmt für dich eine Möglichkeit gegeben, das Ziel mit der eigenen Wohnung schneller zu erreichen.
Mietvertrag etc. ist dann wenn alles passt nur noch eine Formsache, wenn Du mit dem Vermieter einig wirst.

Alles Gute nochmal und viel Erfolg,

der Beamtenschreck