Sicher mit Rolli zur Schule

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Gerade Einfahrt in den Bus wird geübt
Gerade Einfahrt in den Bus wird geübt
Bild: LSKS

Dresden (kobinet) In wenigen Tagen beginnt in Sachsen wieder die Schule. Sicher und bequem an der Schule ankommen, das gilt auch für Mädchen und Jungen mit Behinderungen. Was ist zu beachten, wenn „Rollikids on tour" sind in Bus oder Straßenbahn? Dazu hat der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e. V. (LSKS) bereits drei Mobilitätstrainings mit Schülern in Dresden veranstaltet. Wie kobinet heute erfuhr, starten im Herbst die neuen Kurse. Anmeldungen nimmt der LSKS bereits jetzt entgegen.

Vorab berät der Landesverband Eltern, Schüler und Lehrer gerne im persönlichen Gespräch oder am Telefon. „Zunächst sollten sich die jungen Rollifahrer an der Haltestelle so aufstellen, dass sie der Fahrer des herannahenden Verkehrsmittels sieht. Es ist sehr hilfreich, dem Bus- oder Straßenbahnfahrer eindeutig den Mitfahrwunsch zu signalisieren. Das kann z. B. durch Blickkontakt und Ausstrecken eines Armes erfolgen, so lautet mein erster und wichtigster Tipp als langjähriger Rollstuhlfahrer", erklärt Verbandsvorsitzender Dr. Peter Münzberg.

Auch wenn die Haltestelle barrierefrei ist, muss beim Bus das Absenken abgewartet werden. Dann geht es mit einem leichten Schwung in gerader Fahrt in das Verkehrsmittel hinein. Das Überwinden der Restschwelle und des Restspaltes kann der Rollstuhlfahrer oder seine Begleitung beim Greifradrollstuhl durch ein leichtes Anheben der Vorderräder unterstützen. An barrierefreien Haltestellen können alle Türen benutzt werden, an denen sich das Rollstuhlsymbol befindet.