Aktionswoche gegen Diskriminierung
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: ADS
Berlin (kobinet) Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes startet am 1. September eine deutschlandweite Aktionswoche gegen die Diskriminierung behinderter Menschen. „Menschen mit Behinderung oder auch mit chronischen Krankheiten werden in Beruf und Alltagsleben immer noch viel zu oft benachteiligt. Dagegen wollen wir klare und sichtbare Zeichen setzen“, sagte deren Leiterin Christine Lüders heute in Berlin. Eine aktuelle Forsa-Umfrage ergab, dass mit dem Wort Behinderung jede(r) fünfte Deutsche „Benachteiligung“ und „Diskriminierung“ verbindet – und dies, obwohl Diskriminierung von behinderten Menschen gesetzlich verboten ist.
Den Auftakt der Aktionswoche bildet eine Vorführung des Dokumentarfilmes „Body and Brain“ über das Leben des Schauspielers Dr. Peter Radtke am Sonntag in München. Zu den weiteren Aktionen zählen etwa die Vorstellung eines Fotokalenders mit Laien-Models mit Behinderungen und chronischen Krankheiten in Köln (5. September), ein inklusiver Spielnachmittag für Kinder mit und ohne Behinderungen in Potsdam (5. September) und ein Workshop zum Thema HIV im Arbeitsleben in Hamburg (7. September). Christine Lüders: „Ziel all dieser großen und kleinen Aktionen ist es, Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenzubringen und Barrieren in den Köpfen abzubauen. Um Inklusion wirklich voranzubringen, brauchen wir eine mentale Barrierefreiheit - in den Köpfen aller Menschen!“

Von behindertenrecht
Um Inklusion wirklich voran zu bringen und Diskriminierung zu beseitigen, brauchen wir den Abbau von Heimen und anderen Sondereinrichtungen, mehr sozialen Wohnungsbau und die Unterschrift unter die Europäische Antidiskriminierungsrichtline, denn das Lebensrecht ist nicht unendlich lang und die Kindheit und Jugend kann man im Alter nicht nachholen .