Ein viertel Jahrhundert Selbstbestimmt Leben in Erlangen
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
Bild: ZsL Erlangen
Erlangen (kobinet) Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Erlangen (ZsL) feiert heute Abend sein 25-jähriges Gründungsjubiläum. Seit einem viertel Jahrhundert engagiert sich der Verein der emanzipatorischen Behindertenbewegung für gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen. Hierfür bietet das ZsL Erlangen u.a. Beratung durch selbst betroffene ExpertInnen (Peer Counseling) an und organisiert Assistenzleistungen, damit behinderte KundInnen über die Dienstleistungen in ihrem persönlichen Bereich mitbestimmen können.
"Wir haben in diesen 25 Jahren viel erreicht und bewegt. Unser Jubiläum möchten wir zum Anlass nehmen, um gemeinsam mit der Stadtbibliothek auf die Entwicklung der Gesellschaft in Bezug auf behinderte Menschen mit einer Bücherausstellung aufmerksam zu machen. Die Ausstellung 'Vom Musterkrüppelchen zur Selbstbestimmung' eröffnet Dinah Radtke, langjährige Leiterin der Beratungsstelle des ZSL, die erst diese Woche mit dem Elke-Bartz-Preis ausgezeichnet wurde", heißt es in der Presseinformation des ZsL Erlangen. Nach der Begrüßung durch Anne Grimmer (Leiterin der Stadtbibliothek) und Grußworten von Joachim Herrmann (Bayerischer Staatsminister des Inneren), Richard Bartsch (Bezirkstagspräsident, angefragt), Dr. Elisabeth Preuß (Bürgermeisterin der Stadt Erlangen) und Christiane Paulus (Geschäftsführerin Paritätischer Bezirksverband) hält Dr. Sigrid Arnade (Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL) einen Vortrag über die Auswirkungen der UN-Behindertenrechtskonvention unter dem Motto "Behindertenrechte sind Menschenrechte". Den musikalischen Rahmen gestalten Sebastian Geyer (Klarinette) und Simon Steinberger (Gitarre) von den SwingingKlezMen.
Die Feier findet heute von 19.00 – 22.00 Uhr im Innenhof der Stadtbibliothek Palais Stutterheim im Eingang Hauptstraße statt.
