Barrierefreier Wohnungsbau in Landeshauptstadt des Saarlands

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: BSK

Saarbrücken (kobinet) Und es geht doch: der barrierefreie Wohnungsbau in der Landeshauptstadt des Saarlands verzeichnet dank einer Kooperation zwischen Bauexperten, dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehindertert (BSK) Saar und der Siedlungsgesellschaft erste Erfolge.

"Wir sind auf dem richtigen Weg, den Wohnungsbau in der Landeshauptstadt des Saarlands schrittweise barrierefrei zu gestalten", bringt es Dunja Fuhrmann, die städtische Gesamtbehindertenbeauftragte von Saarbrücken und stellvertretende Leiterin der Landesvertretung des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter BSK, Saarland, auf den Punkt. Zusammen mit Bernd Eichenseer, Bauingenieur und ehrenamtlicher BSK-Experte für barrierefreies Bauen nach DIN-NORM, hatte Fuhrmann und ihr Team in der Vergangenheit immer wieder auf Versäumnisse beim barrierefreien Planen und Bauen bei städtischen Bauprojekten hingewiesen. Dies führte zuletzt zur Unterschrift der Siedlungsgesellschaft für den Verzicht auf Werbung für barrierefreie Wohnungen auf dem Eschberg und war der Startschuß für eine enge und kooperative Zusammenarbeit zwischen dem BSK, dessen Bauexperten und der Siedlungsgesellschaft.

"Die Siedlungsgesellschaft hat unser Anliegen verstanden. Bauexperte Bernd Eichenseer wurde jetzt in die Planungsphase für das Projekt auf dem Vogelsborn 2-6 direkt einbezogen. Er konnte dadurch die vorliegenden Wohnungspläne unter dem Aspekt der Barrierefreiheit mit den zuständigen Mitarbeitern umskizzieren", erläutert Dunja Fuhrmann. Wie in der Norm vorgeschrieben, werden nun 36 Wohnungen auf dem Vogelsborn barrierefrei umgebaut. "Um eine barrierefreie und uneingeschränkte Nutzbarkeit auch für Menschen mit Rollstuhl zu ermöglichen sind die vorhandenen Bewegungsflächen zu klein, aber für ältere Menschen und die meisten Rollstuhlfahrer konnten wir eine Lösung erarbeiten", sagt Bernd Eichenseer. "Die Siedlung baut nun 36 barrierefreie Wohnungen die sie, falls alle Anregungen aufgenommen werden, das erste Mal als barrierefrei bewerben darf. Einziger Wermutstropfen ist, dass diese nicht uneingeschränkt für Rollstuhlfahrer nutzbar sind, was aber dem Altbau geschuldet ist" so Eichenseer.

Alle erarbeiteten Vorschläge wurden dem zuständigen Architekturbüro zugesendet und um eine Beurteilung gebeten. Diese liegt mittlerweile vor und Radu Gurau, Geschäftsführer der Siedlungsgesellschaft, sicherte die Umsetzung der erarbeiteten Vorschläge in Bezug auf Barrierefreiheit zu. Die Saarbrücker Siedlungsgesellschaft und die BSK-Landesvertretung Saarland streben eine enge Zusammenarbeit bei allen künftigen Bauprojekten an. So sagte die Siedlungsgesellschaft auch zu, weitere Bauprojekte vorab mit dem ehrenamtlich tätigen Bauexperten Bernd Eichenseer unter dem Aspekt der Barrierefreiheit zu besprechen und umfassend zu informieren. Die BSK-Landesvertretung dankt für diese enge Kooperation und freut sich mit Hilfe der Siedlungsgesellschaft zu mehr Barrierefreiheit in der Landeshauptstadt beitragen zu können.