Bundesgartenschau in der Havelregion
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Brandenburg (kobinet) Vom 18. April bis 11. Oktober ist die Havelregion Schauplatz der diesjährigen Bundesgartenschau 2015 und bietet an 177 Tagen Landschafts- und Blütenzauber an gleich fünf Standorten: Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/Stölln und Hansestadt Havelberg. Die Havelregion liegt im Naturpark Westhavelland, dem größten Naturpark des Landes Brandenburg, und reicht bis nach Sachsen-Anhalt hinein in das Biosphärenreservat Mittelelbe. Idyllisch windet sich die Havel durch die beschaulichen Ebenen bis zur Mündung in die Elbe. Die Ausstellungsbereiche sind in der Regel auch mit Rollator, Kinderwagen und Rollstuhl zugänglich.
"Ein echtes Highlight ist der so genannte BUGA-Skyliner mit Panoramaaussicht. Es gibt Behinderten-WCs und –Parkplätze, an den Eingängen können E-Scooter, Rollatoren und Rollstühle ausgeliehen werden. Gebärdendolmetscher freuen sich auf Ihre Buchung und dank haptischer Geländepläne können sich auch sehbehinderte Gäste orientieren", empfehlen die Veranstalter.
In Raben befindet sich in der Alten Brennerei das Naturparkzentrum Hoher Fläming, der wichtigste Anlaufpunkt für Besucher des Naturparks, der auf alle Gäste gut vorbereitet ist: mit dem Treppenlift gehts zur Ausstellung im Obergeschoss, bei der auch sehbehinderte Gäste auf ihre Kosten kommen. Die vielseitigen Freizeitangebote des Naturparkzentrums richten sich auch an Gäste mit Lernschwierigkeiten. Mit dem ausleihbaren Elektromobil können Sie auch unwegsames Gelände unsicher machen – z.B. einen Ausflug zur Burg Rabenstein!
Unter Birdwatchern und Ornithologen hat es sich schon längst herumgesprochen: es gibt nur wenige Regionen in Deutschland, in denen sich auf kleinem Raum so viele Vogelarten beobachten lassen. Manche Arten – wie zum Beispiel der Seggenrohrsänger – kommen deutschlandweit nur hier vor! Für Birdwatcher ist Brandenburg zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Seltene Brutvögel wie Sperbergrasmücke oder Karmingimpel zur Brutzeit, Trauer- und Weißflügelseeschwalben im Frühjahr, große Mengen rastender Kraniche zur Zeit des Herbstzuges und Scharen von Wasservögeln im Winter lassen sich zum Teil aus nächster Nähe beobachten.
Im Nationalpark Unteres Odertal hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: auf dem Oderdeich zwischen Gatow und Schwedt, direkt am Oder-Neiße-Radweg gelegen, befindet sich der Beobachtungsstand Seeschwalbe. Durch drei Beobachtungsluken mit Aussparungen für die Knie können Besucher ihr Fernglas auf einer Sitzbank oder im Rollstuhl sitzend entspannt auf das untere Odertal und zu den Oderhängen nach Polen ausrichten.
