Gerechte Entlohnung in Werkstätten gefordert
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
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Krautheim (kobinet) Die Verringerung des Heimkostenbeitrages für Mitarbeiter von Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die gleichzeitig in Einrichtungen leben, war zentrales Thema beim Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade in Krautheim. Eingeladen hatte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) zu einem Besuch der Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfMB) und des Eduard-Knoll-Wohnzentrums (EKWZ).
Ulf-D. Schwarz, BSK-Geschäftsstellenleiter, Martin Veil, WfMB-Werkstattrat, und Jürgen Milewski EKWZ-Bewohnervertreter diskutierten mit der Abgeordneten über aktuelle sozialpolitische Themen. "Es wird höchste Zeit, dass der Heimkostenbeitrag abgeschafft wird", forderte Martin Veil. "Unsere Mitarbeiter/innen leisten 100 Prozent Arbeit und haben dafür am Monatsende knapp 100 Euro in der Tasche. Das ist eine große Ungerechtigkeit", so Martin Veil und ergänzte "eine gerechte Entlohnung in den WfMB´s muss Herzenssache sein". Ulf-D. Schwarz, fügte hinzu: "Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, wie es auch die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, ist mit 100 Euro im Monat nicht möglich. Deshalb fordern wir eine Erhöhung des Freibetrages von derzeit 100 auf 200 Euro."
Annette Sawade versprach prüfen zu lassen, welche Gesetze auf Bundesebene geändert werden müssen, und mögliche Fördertöpfe zu suchen, um diese diskriminierenden Missstände abzuschaffen. Die SPD-Abgeordnete bot an, in der fortführenden Kommunikation zwischen Werkstatträten und politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln. "Ich habe auch ständigen Kontakt zum baden-württembergischen Behindertenbeauftragten Gerd Weimer und werde das mit ihm thematisieren", betonte sie. Der Einladung von Martin Veil für einen Probe-Arbeitstag in der WfMB nahm sie gerne an. "Hier hätten Manager die Möglichkeit zusammen mit Menschen mit Behinderung einen Tag lang zu arbeiten und dabei ihre soziale Kompetenz zu fördern", schlug sie begeistert vor.

Von rwenzel
Diesen zustand hat die SPD Arbeitsgemeinschaft SelbstAktiv Schwalm-Eder in 2011 bei einem Gespräch mit den Mitarbeitern des Werkstattrates und der IG-Metall schon moniert und fordert ebenfalls die Abschaffung diese erbärmlichen Zustandes. Es kann nicht sein das ein Volkswagenwerk in Baunatal sowie SMA in Sandershausen herkommt und prahlt viele Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, diese aber mehr als ausbeutet, ich frage mich was diese und andere Firmen für ein soziales Gewissen haben? Viele dieser Arbeiten haben bei VW lange zeit schwangere Frauen gemacht, z.B. Bosch Scheibenwischer in VW Packungen zu verpacken die vorher in Bosch Verpackungen waren. Auch das die Diakonie herkommt und den Werkstattrat massiv unter druck setzt damit sie zustimmen weniger zu verdienen, also wenn eine Kirche Behinderte so unter Druck setzt kann ich auf diesen Verein verzichten. So mal Diakonie Beschäftige keine Lohnkürzung zu erwarten hatten. Dazu haben wir mit vielen unserer Abgeordneten in Hessen gesprochen, alle sind dafür das dem treiben ein ende gesetzt wird und hier Löhne gezahlt werden wie sich das gehört. auch hier gilt für mich, keine Arbeit unter 8,50 €. Denn auch Menschen mit Behinderungen sind Menschen mit Bedürfnissen wie jeder andere Mensch auch! Wir werden dies auch im Bundesvorstand einbringen und unseren Antrag (2012) nochmals in geschärfter Form vorlegen. CDU/CSU hat die aber im vornherein schon mal abgelehnt. Es stimmt schon, Behindert ist wer Behindert wird. Daran müssen wir SPD SelbstAktiv und alle anderen gemeinsam arbeiten.