Über 2,5 Millionen Euro für Psychosoziale Beratungsstellen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: LWV Hessen

Kassel (kobinet) Männer und Frauen, die aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung dauerhaft oder vorübergehend Unterstützung zur Lebensbewältigung brauchen, finden diese in Hessen in Psycho­sozialen Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB). 70 solcher Kontakt- und Beratungsstellen in Hessen fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr mit rund 2,56 Millionen Euro. Das hat der LWV-Verwaltungsausschuss jetzt beschlossen.

"PSKB sind in der gemeindepsychiatrischen Versorgung unverzichtbar, weil sie für die Betroffenen oft die erste Anlaufstelle sind, von wo aus weitere Unterstützung vermittelt wird. Deshalb ist uns deren finanzielle Förderung so wichtig", sagte der Landesdirektor des LWV Hessen Uwe Brückmann als Vorsitzender des LWV-Verwaltungsausschusses. Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sind ein niedrigschwelliges Angebot und wichtiger Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Hessen. Sie stehen sowohl Menschen mit einer seelischen Behinderung als auch deren Angehörigen offen. Sie bieten Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und mit den Mitarbeitern. Den Betroffenen werden weiterführende Hilfestellungen vermittelt oder sie werden nach der Entlassung aus einer stationären Behandlung unterstützt. Die PSKB sind auch Begegnungsstätten, die ermöglichen, den Tag gemeinsam zu planen und zu gestalten. Es gibt keine verbindliche Teilnahme: Das Angebot ist offen, heißt es in einer Presseinformation des LWV Hessen.

Die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet ist Bemessungsgrundlage für die Fördersumme. Sie deckt rund 30 Prozent der Kosten. Die PSKB sind in der Regel Teil Psychosozialer Zentren, einem Verbundsystem aus Tagesstätten, Betreutem Wohnen und Werkstattangeboten. Sie werden durch Träger der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunaler Trägerschaft betrieben.