Syrien-Krise politisch lösen
Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Bild: Handicap International
Bonn (kobinet) Die internationale Gemeinschaft muss in der bevorstehenden Friedenskonferenz in Genf alles dafür tun, um eine politische Lösung der Syrienkrise zu erreichen. Zwei Tage vor den geplanten Gesprächen fordern das die 35 Mitglieder einer Koalition internationaler Nichtregierungsorganisationen, darunter Ärzte der Welt, CARE Deutschland-Luxemburg, Handicap International, Save the Children und World Vision Deutschland. "Der Bürgerkrieg in Syrien wirkt sich auf schreckliche und unwiderrufliche Weise auf die Gesundheit, Bildung und Lebensgrundlagen ganzer Generationen aus, nicht nur in Syrien, sondern in der gesamten Region. Ganz besonderen Schutz brauchen in dieser Situation Menschen mit Behinderung, ältere oder verletzte Menschen", erklärte François De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap International Deutschland.
"Fast drei Jahre nach Beginn muss das Leid von Millionen von Menschen die Verhandlungsparteien zu einer schnellstmöglichen, friedlichen Lösung antreiben. Jeder Tag, der ohne eine Lösung des Konfliktes vergeht, stürzt immer mehr Menschen noch tiefer in Hunger und Armut. Die Gespräche müssen Resultate zeigen, damit das Leid von Millionen von Syrern endlich endet", betonte Karl-Otto Zentel, CARE-Generalsekretär.
Innerhalb Syriens wurde ein Drittel der Bevölkerung - rund sechs Millionen Menschen -aus ihren Häusern vertrieben. Schulen und Krankenhäuser wurden beschädigt oder zerstört. Das Gesundheitssystem ist in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen. Ein Scheitern der Friedensgespräche in Genf, so warnen die Hilfsorganisationen, riskiert das Leben von Millionen Menschen.
