Für gutes und solides Teilhabegesetz

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Verena Bentele
Verena Bentele
Bild: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen will sich weiter für ein gutes und solides Teilhabegesetz einsetzen. In ihrem Newsletter sprach Verena Bentele heute von den Diskussionen auf einem hohen fachlichen Niveau der nun beendeten Arbeitsgruppe für das neue Bundesteilhabegesetz, deren Aufgabe es war, Eckpunkte für das geplante Gesetz zu erarbeiten. "Vertreterinnen und Vertreter der Verbände der Menschen mit Behinderung, der Ministerien und der Sozialleistungsträger haben ihre Vorstellungen und Forderungen in den Prozess eingebracht. Jetzt geht es an die Umsetzung", so Bentele. Das gehe natürlich nicht ohne eine angemessene Finanzierung.

Ein herber Rückschlag war nach Ansicht der Beauftragten die Entscheidung, die finanzielle von der fachlichen Reform zu trennen und die Kommunen nun unabhängig von der Bundesteilhabereform zu entlasten. "Aufgrund dieser Trennung ist unklar, ob finanzieller Spielraum für Leistungsverbesserungen vorhanden ist. Was wir jedoch brauchen, ist ein klares Bekenntnis des Bundes zu einer Beteiligung, denn nur so bekommen wir ein wirklich gutes und solides Teilhabegesetz", betonte Bentele. "Erfreulich ist, dass Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles angekündigt hat, sich engagiert für Finanzierungsmöglichkeiten zur Leistungsverbesserung einzusetzen. Sie können sich sicher sein: Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern werde ich den Bund weiterhin mit aller Vehemenz dazu aufrufen, hier aktiv zu werden."

Lesermeinungen zu “Für gutes und solides Teilhabegesetz” (4)

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916

Liebe Freunde und Leidensgefährten!

Mit Kobinet immer gut informiert und sehr interessiert die Nachrichten lesend, habe ich mich entsprechend dieser Einleitung,

Zitat:

„ Berlin (kobinet) Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen will sich weiter für ein gutes und solides Teilhabegesetz einsetzen. In ihrem Newsletter sprach Verena Bentele heute von den Diskussionen auf einem hohen fachlichen Niveau der nun beendeten Arbeitsgruppe für das neue Bundesteilhabegesetz, deren Aufgabe es war, Eckpunkte für das geplante Gesetz zu erarbeiten.“

auf den Newsletter von Frau Bentele begeben und diesen tollen Satz gefunden.

Zitat:

„Trotz vieler positiver Entwicklungen in den letzten Jahren gibt es noch Einiges zu tun.“

Frage:

Habe ich hier vielleicht einiges verpasst, oder handelt es sich bei dem Satz bereits um das Ergebnis, mit welchem dann die Hoffnung auf ein Teilhabegesetz wie es sich vereinzelte wünschen, uns sagen soll, in den nächsten 30 Jahren können wir vielleicht am Ziel sein, wenn wir jetzt Schritt für Schritt mit der Umsetzung unserer Pläne, welche wir nun eingestaubt aus der Schublade holten und mit den Vertretern von Verbänden etc. in den Zusammenkünften aufgearbeitet haben, beginnen?



Wolfgang Ritter

Von Krümel06

Mayflower1968 -wie wahr-wie wahr
Wie heißt es doch in der Internationale"Es rettet uns kein höhers Wesen,kein Gott ,kein Kaiser noch Tribun
uns uaus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun.Ich hab schon vor längerer Zeit meine Gedanken zur Finanzierung des Bundesteilhabegesetzes in kombinet geäußert.Diese Bundesregierung hat für Menschen mit Behinderung nichts übrig-aber dafür für Banken ,neues Kriegsspielzeug und andern Mist.

Von Mayflower1968

Als Mensch mit einer in verschiedenen Bereichen vorhandenen Körperbehinderung (allein das Wort "behindert" schon), und meinen Erfahrungen die ich sowohl für mich, als auch für eine vielzahl von Freunden/Bekannten mit Behinderungen unterschiedlicher Art gemacht habe, bin ich ein entschiedener Gegner von "Inklusion" und "Teilhabe".
Ich bin deshalb ein Gegner dieser zwei Begrifflichkeiten, weil sie etwas beschönigen was einfach nicht vorhanden ist. Es war vor 30 Jahren (im Jahr der Behinderten) nicht vorhanden, und es ist jetzt - erschreckender Weise - noch weniger vorhanden. Letztendlich geht's doch nur um eines, es soll an den "schwächsten" in der Gesellschaft noch mehr gespart werden, als ohne hin schon.
Behinderte Menschen gleich welcher Qualifikation und Fähigkeiten, werden dumm gehalten, ausgebeutet und als Bittsteller deklassiert.
Behinderte Menschen sind auf das "Wohlwollen" der Nicht behinderten Menschen angewiesen und werden, in Abhängigkeiten gehalten.
So lange sich nichts in den Köpfen der "Normalos" ändert wird sich nichts aber auch rein gar nichts ändern.
Ein Beispiel das für sich spricht:
Ein junger schwer Körperbehinderter Mensch, durchläuft seine schulische, und hochschulische Laufbahn, bis hin zum Master, oftmals sogar bis zum Doktorgrad. Ein hochqualifizierter Jurist bespielsweise, der eigentlich ein gut bürgerliches Leben führen könnte, mit Assistenz und in privater häuslicher Umgebung. Einen oder seinen Lebensstandard, soweit ihm es körperlich möglich ist ausbauen könnte, wenn nicht ... ja wenn nicht da unsere Gesetzgebung (von "Normalos" initiert) ihm im Wege stände.
Er wird da er persönliche Assistenz zum Leben braucht, bis auf den Sozialhilfesatz heruntergedrückt, erniedrigt sozusagen, weil ihm die Gesellschaft das Recht abspricht sich Hilfe zu holen, da wo er Hilfe benötigt, bzw. ihm die Hilfe zu gewähren um gleichberechtig am Leben TEILZUHABEN.
Und wenn ich gesellschaftliche Vertreter von Partien höre, die groß tönien, Teilhabegesetzt ist nur machbar wenn es denn finanzierbar ist. Also de facto nie.
Jeder der sich der Illusion hingibt, das es zu einem gleichberechtigten Miteinander auf Augenhöhe und gegenseitigem vollständigen Respekt und Achtung, ist ein meinen Augen ein hoffnungsloser Romantiker der in unserer heutigen "Leistungsgesellschaft" nicht, aber auch absolut nichts verloen hat.
Schlagworte wie Inklusion, Teilhabe, Geichberechtigung und Miteinader, stehen im krassen Gegensatz zu Unterdrückung, Ausbeutung, Erniedrigung und Macht über andere.
Unsere gesellschaftliche Grundordnung ist auf letzere aufgebaut.
Tatachen sind oft schwer und heftig zu verdauen, aber nun einmal Fakt. Tatachen zu ändern erfordert umdenken. Unsere Gesellschaft läßt sich aber eher fremdbestimmen, als fremdbestimmt beeinflussen, statt selbstbewußt und seltständig aufzutreten. Das zieht sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche ...

Von franz

Verena Bentele hält sich sportlich fit für den politischen Job im Kleisthaus. Sie hat bereits den Frühling begrüßt und die ersten Höhenmeter mit dem Rennrad in den Bergen erklommen. Das hat ihre Kondition auch "für die politischen Hügel und Berge weiter gestärkt".