BRK-Allianz: Ziel ist erreicht

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Familienfoto vom Abschlussplenum
Familienfoto vom Abschlussplenum
Bild: BRK-Allianz-Web

Berlin (kobinet) In einer Pressemitteilung BRK-Allianz: "Das Ziel ist erreicht!" hat die Allianz aus knapp 80 Verbänden heute über ihr Abschlussplenum berichtet:

Die "Abschließenden Bemerkungen" des UN-Fachausschusses für Deutschland sind auf die einhellige Zustimmung der Verbände der BRK-Allianz gestoßen: "Die Mühen der letzten vier Jahre haben sich gelohnt, das Ziel ist erreicht", betonte Allianzsprecherin Dr. Sigrid Arnade auf dem Abschlussplenum der Allianz in den Räumen der Diakonie Deutschland. In den Empfehlungen seien zum Beispiel die fehlende Menschenrechtsperspektive, die Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen, Fragen der intersektionalen Diskriminierung etwa bei Behinderung und Migrationsgeschichte, Barrierefreiheit im Bereich privater Rechtsträger, das Betreungsrecht oder die inklusive Bildung gezielt angesprochen worden. "Aber ohne die Fachkenntnis der unterschiedlichen Verbände, die wir in unserem Parallelbericht und allen weiteren Dokumenten vereint dargestellt haben, wären die Empfehlungen des Ausschusses nicht so klar ausgefallen. Damit sind für die nächsten Jahre eindeutige Meilensteine für die Behindertenpolitik in Deutschland gesetzt worden." In insgesamt fünf Arbeitsgruppen wurden die Empfehlungen des Ausschusses und Fragen der deutschen Übersetzung diskutiert. Dazu forderten die Verbände erneut die Bildung einer gemeinsamen Redaktionsgruppe aus Regierung, Monitoring-Stelle und Zivilgesellschaft.

Auch stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Arbeit fortgesetzt werden soll, da das Mandat der BRK-Allianz Ende Juni ausläuft. Fast genau vor vier Jahren, am 30. Juni 2011, wurde der Grundstein für das Bündnis der knapp 80 Verbände bei einer sogenannten "Kick-off-Veranstaltung" der Monitoring-Stelle gelegt. Ziel war die Erstellung eines koordinierten Parallelberichtes und die Begleitung des gesamten Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Das gesamte Jahr 2012 wurde dann in zehn Teilbereichsgruppen am Text gearbeitet, der im März 2013 der Politik und der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde. Im April 2014 und März 2015 waren Delegationen der BRK-Allianz vor Ort in Genf und haben dem Ausschuss die Positionen der Zivilgesellschaft deutlich gemacht. Koordiniert wurde die Arbeit der BRK-Allianz durch das NETZWERK ARTIKEL 3 e.V., unterstützt durch eine finanzielle Förderung der Aktion Mensch.

"Nun sind neue Bündnisse und Netzwerke für die Weiterarbeit erforderlich", erklärte Allianzsprecher Dr. Detlef Eckert, "etwa zur Umsetzung von Barrierefreiheit im privaten Bereich. Außerdem freuen wir uns ganz besonders, dass zum Beispiel der Bundeselternrat die Initiative ergriffen hat und zusammen mit anderen interessierten Verbänden bei der Frage der inklusiven Bildung mehr Druck machen will!"

Die Webseite der BRK-Allianz unter www.brk-allianz.de wird auch weiterhin als wichtige Quelle für Fachinformationen und Dokumente von NETZWERK ARTIKEL 3 e.V. bereitgestellt werden, wie der Koordinator der Allianz, H.- Günter Heiden, abschließend betonte. Der kombinierte zweite und dritte Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist bis spätestens März 2019 in Genf einzureichen. Ein Datum für die nächste Staatenprüfung ist Anfang der 20er Jahre zu erwarten.

Lesermeinungen zu “BRK-Allianz: Ziel ist erreicht” (4)

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916

Sehr geehrter Herr Hentschel,

es kann sich nur um Jahre handeln, bis man sich wieder auf die Fachbegriffe im einzelnen geeinigt hat. Haben wir in 42 Jahren nichts erreicht, können wir doch auch unseren Fachleuten einige Jahre für die Abstimmung der Übersetzung einräumen, wenn es sie glücklich macht.

Wolfgang Ritter

Von Dirk Hentschel

Und wo bitte bleibt die deutsche Übersetzung der "abschließenden Bemerkungen"?

MfG

Dirk Hentschel

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916

Liebe Freunde und Leidensgefährten!

BRK-Allianz: Ziel ist erreicht

Koordiniert wurde die Arbeit der BRK-Allianz durch das NETZWERK ARTIKEL 3 e.V., unterstützt durch eine finanzielle Förderung der Aktion Mensch.

Zitat:
"Aber ohne die Fachkenntnis der unterschiedlichen Verbände, die wir in unserem Parallelbericht und allen weiteren Dokumenten vereint dargestellt haben.“

Weiter mit meiner persönlichen Ergänzung:

Wären die Empfehlungen des Ausschusses nicht so klar ausgefallen, um die Vorgaben gebunden an die Finanzierungen von der Aktion Mensch anscheinend zu erfüllen, was wäre dann gewesen?

Persönliche Anmerkung:

Um weiterhin alle Erwartungen an die Spender erfüllen zu können, heißt es weiter in der Stellungnahme,

Zitat:

„Dazu forderten die Verbände erneut die Bildung einer gemeinsamen Redaktionsgruppe aus Regierung, Monitoring-Stelle und Zivilgesellschaft.“

Persönliche Anmerkung:

Was wie in den letzten Jahren immer wieder sich bestätigte, es auch zu dieser Maßnahme kommen wird, denn alles was behilflich ist, kann man zumindest mit Unterstützung ködern.

Zitat:

„Auch stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Arbeit fortgesetzt werden soll, da das Mandat der BRK-Allianz Ende Juni ausläuft.“

Persönliche Anmerkung:

Das es soweit kommt, kann man durchaus anzweifeln. Bisher war es immer so, dass die Treue zur Sache, schon allein mit der Schaffung neuer Projekte, Studien oder sonstiges auch gefördert wurde. Zur Not gibt man dann dem Kind einen neuen Namen, was die Idee zum Wohlstand mit einer neuen Arbeitsgruppe rechtfertigt und die Fantasien im Text etwas verändert, neu aufleben lässt.

Zitat:

"Nun sind neue Bündnisse und Netzwerke für die Weiterarbeit erforderlich"

Persönliche Anmerkung:

Um die nächsten 42 Jahre mit der Theorie zu beleben und mit der freundlichen Unterstützung von Aktion Mensch seine Ideen zu finanzieren, dürfte es doch bei den ganzen Verbindungen nicht so schwierig sein, Fürsprecher für Projekte in 80 Verbänden zu begeistern. Auch wenn nichts vorwärts geht, sind wenigstens die Verbände beschäftigt, ob jedes Mitglied aber dann auch davon überzeugt ist, was von einem Ziel verstanden oder erwartet wird, mag ich bezweifeln, aber wenigstens können alle ihre Ideen einbringen.

Wolfgang Ritter

Von Dagmar B

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Parallelberichte/Parallelbericht_der_Enthinderungshilfe_von_Autisten_fuer_Autisten_ESH_English.pdf

http://www.zwangspsychiatrie.de/2015/03/please-condemn-germany-as-a-human-rights-criminal/
Zitat:

In den Empfehlungen seien zum Beispiel die fehlende Menschenrechtsperspektive, die Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen, Fragen der intersektionalen Diskriminierung etwa bei Behinderung und Migrationsgeschichte, Barrierefreiheit im Bereich privater Rechtsträger, das Betreungsrecht oder die inklusive Bildung gezielt angesprochen worden


Besondere Besorgnis wurde darüber ausgesprochen , das Menschen in Deutschland gefoltert werden dürfen.
Außerdem wurde die Besorgnis darüber ausgesprochen,das Eltern von behinderten Kindern und behinderte Kinder bevormundet werden.
Zuletzt wurde auch über die besondere Diskriminierung von Menschen mit psychischen Behinderungen und geistigen Behinderungen Besorgnis ausgesprochen.

Die Themen wurden im Parallelbericht der BRK Allianz keineswegs deutlich angesprochen,sondern in den Berichten oben.
Ich finde die Selbstbeweihräucherung in dem vorliegenden Artikel unangemessen.
aber:

Koordiniert wurde die Arbeit der BRK-Allianz durch das NETZWERK ARTIKEL 3 e.V., unterstützt durch eine finanzielle Förderung der Aktion Mensch.

Tja.............