Trommeln für Inklusion startet

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Uwe Wypior
Uwe Wypior
Bild: Uwe Wypior

Ab dem 23.Juli gibt es die Möglichkeit, erstmalig an einem inklusiven Perkussions-Projekt im Piesberger Gesellschaftshaus, Glückaufstrasse 1 in 49090 Osnabrück teilzunehmen. Von 15:30 bis 16:30 Uhr soll in freundlicher, inklusiver Atmosphäre jeden 4. Donnerstag im Monat versucht werden, auf niedrigem Niveau gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderungen einen Rhythmus entstehen zu lassen.

Instrumente etc. sind ebenso wie eine Behindertentoilette und ein barrierefreier Zugang vorhanden. Der Eintritt ist frei. "Dieses von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) begleitete und von der Aktion Mensch geförderte Modellprojekt soll einen Beitrag leisten, Inklusion in der Öffentlichkeit zu leben und Barrieren in allen Bereichen, auch in den Köpfen, abzubauen", so der im Rahmen des Projektes wirkende Inklusionsbotschafter Uwe Wypior.

Weitere Infos und Anmeldung bei Uwe Wypior unter der E-Mail: [email protected] oder per Telefon unter 015156217400.

Lesermeinungen zu “Trommeln für Inklusion startet” (8)

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916

Die Aktion Mensch dein Freund und Helfer!

Zitat:

"Dieses von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) begleitete und von der Aktion Mensch geförderte Modellprojekt soll einen Beitrag leisten, Inklusion in der Öffentlichkeit zu leben und Barrieren in allen Bereichen, auch in den Köpfen, abzubauen", so der im Rahmen des Projektes wirkende Inklusionsbotschafter Uwe Wypior.“

Langsam bekomme ich den Eindruck, dass ISL eine neue Abteilung der Aktion Mensch ist, was da so alles finanziert wird.

Wolfgang Ritter

Von nurhessen

Kann man mal, ganz ehrlich, auch gute Nachrichten hören und lesen! Schlechte und traurige haben wir schon genug. Ein Höhepunkt ist wirklich und ehrlich, dass ForesA sich „für Falschaussage entschuldigt“. Von solchem Mut und „Zivilcourage“ (Entschuldigung, wenn es der falsche Begriff sein sollte) bitte mehr… Wir sind schon gedemütigt und traurig im Herzen genug.

Von Gerti

... an aktueller politischer Lage geht das Trommeln mit 'Pauken (und Trompeten)' vorbei.
Das üble Spiel, das mit Behinderten zeitlebens gespielt wird, nämlich Eididei und Ablenkung auf unterkellertem, niedrigsten Niveau, findet wohl beim inklusiven Trommeln in Osnabrück den vorläufigen Niedrigpunkt(?)

Von Gerti

@ Lesebrille:
'Niedriges Niveau' kann (aus meiner Sicht) alles und nichts; viel und wenig bedeuten, in jede 'Himmelsrichtung.

Vom inklusiven Trommeln 'auf niedrigem Niveau' lese ich im gesamten Programm des Piesberger Kulturhauses, siehe http://www.piesberger-gesellschaftshaus.de/index.php?article_id=149, nichts.

Wenn das inklusive (anderes Trommeln [als das, das bei kobinet als 'inklusives Trommeln ...' angepriesen wird] steht nämlich im Programm des genannten Kulturhauses sehr wohl [als Programmpunkt] veröffentlicht).

Meine große Befürchtung ist deshalb, dass Behinderte in einer infantisierten Veranstaltung verbraten werden; bei sonstwelcher Mitmach-Laune gehalten werden sollen. Üble Sache, sollte dem so sein, infantisiert verbraten zu werden.

Von Lesebrille

@Gerti: das kann sein. Allerdings kann man dann auch von "Grundkurs", "Schnupperkurs", "Kurs für Anfänger", "Für alle, die Lust haben", usw. reden. "Niedriges Niveau" hat aber eine komplett andere Botschaft und sagt mehr über die AnbieterInnen als über das Angebot.

Von Gerti

@ Lesebrille:
Ist möglicherweise 'niedrigschwellig' gemeint(?)

Von Lesebrille

Bevor man mich falsch versteht: ich weiss, dass das kein Angebot speziell für rollstuhlnutzende InteresentInnen ist, ich meine nur den reinen Zugang zum Gebäude.

Von Lesebrille

Ich ahne, dass dieses Projekt wirklich gut gemeint ist, aber: wie trommelt man auf niedrigem Niveau? Und warum muss dieses besagte Niveau niedrig sein? Weil behinderte Menschen mitmachen?

Ich finde die Sprache hier sehr lieblos und verräterisch. Wenn man sich schon das Etikett "inklusiv" anheftet - was nicht selten ein Zeichen dafür ist, dass es das gerade nicht ist, sondern allenfalls integrativ - warum möchte man dann nicht ein Trommeln, an dem alle Spass haben?

Wie wollen die MacherInnen Barrieren in den Köpfen der Anderen abbauen, wenn sie selbst welche haben? Und: Inklusiv bedeutet nicht: "Da könnt Ihr auch rein!", sondern vielmehr ein Angebot, an dem steht, dass es rollstuhlzugängig ist. Das reicht.

So lange wir spezielle Angebote machen, sind wir von der Inklusion weit entfernt. Der Kurs selbst mag richtig klasse sein, die Werbung hier ist es nicht.