Armut mit Reformen bekämpfen

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Adolf Bauer
Adolf Bauer
Bild: SoVD

Berlin (kobinet) Armut muss nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland (SoVD) mit notwendigen Reformen bekämpft werden. Zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Armutsentwicklung in Deutschland erklärte heute SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Armut bedeutet Ausschluss und ist in Deutschland längst kein Randproblem mehr. Und insbesondere Kinder, behinderte Menschen und Langzeitarbeitslose sind davon betroffen. Dies darf nicht länger durch Meldungen über die allgemeine Wirtschafts- und Haushaltslage übertönt werden."

Die aktuellen Zahlen zeigten, "wie notwendig Reformen für einen sozialen Ausgleich inzwischen sind. Denn wenn trotz Wirtschaftswachstum immer mehr Menschen die Armutsfalle droht, geht es in unserer Gesellschaft nicht mit rechten Dingen zu. Deshalb ist ein abgestimmtes und durchdachtes Vorgehen erforderlich. Zudem muss Schluss sein mit den tiefgreifenden Einschnitten in bewährte soziale Sicherungssysteme. Insbesondere eine Arbeitsmarktreform, mehr Investitionen in Bildung und eine entschlossenere Zurückdrängung prekärer Beschäftigung gehören auf die politische Agenda."

Lesermeinungen zu “Armut mit Reformen bekämpfen” (1)

Von Wolfgang Ritter__deleted__033916

Sehr geehrter Herr Bauer,

sind wir doch mal ehrlich, mit der wohl fahrenden Gesellschaft aus Verbänden und wissenschaftlichen Instituten und was da der Markt noch hergibt, im stets neuem erscheinen von Theorien kann man doch nun wirklich nicht an einen guten Willen zur Verbesserung der seit Jahren gern genutzten Möglichkeiten mit geschwächter Kritik erwarten, dass derartige Hymnen die gesamte Masse zum mitsingen veranlassen.
Da die Noten schon so von all den Vorschlägen vergilbt sind und allein das neu schreiben, auch nicht gerade den Prozess beschleunigt denke ich mal, dass der zu erwartende Referentenentwurf für das Bundesteilhabegesetz und was noch in Änderungen da kommen soll uns zeigen wird, wie gut wir in den ganzen Jahren vertreten wurden.
Reformen bedürfen einen festen Willen, auch reformieren zu wollen. Sich nur der Begriffe zu bedienen war noch nie die beste Grundlage für glaubhafte Umsetzung. Was bliebe denn von allen guten Vorsätzen noch übrig, würde man den Begriff Geld ausklammern, welcher nicht nur von Ihnen, ihrem Verband und anderen immer gern als Grundlage und Entschuldigung beim scheitern benutzt wird, sehr wenig!

Wolfgang Ritter